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Emil Kutterer, gerufen „Mile“ (* 11. November 1898 in Karlsruhe; † 13. Juli 1974) war ein deutscher Fußballspieler, der in den Jahren 1925 bis 1926 achtmalig in der deutschen Fußballnationalmannschaft eingesetzt wurde.

Laufbahn Bearbeiten

Verein, 1908-1933 Bearbeiten

Emil Kutterer wuchs in Daxlanden auf, einem ländlich geprägten Stadtteil von Karlsruhe. Dort erlernte er beim heimischen FV Daxlanden auch das Fußballspielen. Da sein Talent auf Dauer nicht die notwendige, fördernde Herausforderung fand, wechselte er 1916 zunächst zum FV Beiertheim und im Sommer 1920 zum Altmeister Karlsruher FV. Unter ihrem Trainer Max Breunig gelang dem KFV in der Saison 1921/22 der Gewinn der Südwestkreismeisterschaft. In den anschließenden Spielen um die Bezirksmeisterschaft Württemberg/Südwest setzten sich dann die Sportfreunde Stuttgart durch und qualifizierten sich so für die Spiele um die Süddeutsche Meisterschaft. In der folgenden Saison wechselte Emil Kutterer zum FC Bayern München. Am 17. Juni 1923 war er in der Verteidigung der Münchner im Finale um den Süddeutschen Pokal bei der 3:4 Niederlage gegen die SpVgg Fürth mit auf dem Platz. Sein Debüt in der Süddeutschen Auswahl feierte er an seinem 25. Geburtstag, am 11. November 1923, im Halbfinalspiel gegen Mitteldeutschland. Trotz guter Leistung beim 3:0 Erfolg wurde er nicht für das Finale am 17. Februar 1924 nominiert. Anton Kugler vom 1. FC Nürnberg spielte beim 4:2 Sieg von Süddeutschland gegen die Norddeutschen. In der Saison 1925/26 gelang dem FC Bayern der erste Gewinn der Süddeutschen Meisterschaft und damit der Einzug in die Endrunde um die Deutsche Fußballmeisterschaft. „Mile“ war als Nationalspieler ab dem 21. Juni 1925 herausragender Verteidiger und ein Eckpfeiler des Erfolges. Den zweiten Titelgewinn in Süddeutschland feierte der athletische Verteidiger 1928. In der Endrunde zog der FC Bayern über den Hallescher FC Wacker und die SpVgg Köln-Sülz in das Halbfinale gegen den Hamburger SV ein. Zeitgleich konnte der Lokalrivale FC Wacker München den gleichen Erfolg bewerkstelligen. Beide Münchner Vereine scheiterten aber an den Rivalen Hamburger SV bzw. Hertha BSC. Die dritte Teilnahme an der Endrunde bestritt der Ex-Daxlander im Jahre 1929. Insgesamt bestritt er für die Süddeutsche-Auswahl als Verteidiger von 1923 bis 1931 acht Spiele. Unter anderem auch 1926, als er dem Siegerteam im Kampfspielpokal angehörte. Zusammen mit seinen Vereinskameraden Ludwig Hofmann und Josef Pöttinger konnte er einen überlegen herausgespielten 7:2 Erfolg gegen Westdeutschland feiern. Seine Karriere beim FC Bayern München beendete er vor deren Gewinn der Deutschen Meisterschaft 1932.

Vereinsstationen[1] Bearbeiten

  • 1908-1916: FV Daxlanden
  • 1916-1920: FV Beiertheim
  • 1920-1922: Karlsruher FV
  • 1922-1931: FC Bayern München
  • 1931-1933: SV Wiesbaden

Nationalmannschaft, 1925-1928 Bearbeiten

Nicht unwesentlich bedingt durch die Nichtteilnahme der Nationalspieler aus Fürth und Nürnberg, kam Emil Kutterer auf der Skandinavienreise im Juni 1925, zu seinem Debüt in der deutschen Fußballnationalmannschaft. In den beiden Spielen gegen Schweden und Finnland konnte er jedoch so nachdrücklich überzeugen, dass er vom 21. Juni 1925 bis zum 12. Dezember 1926 sieben Länderspieleinsätze in Folge absolvieren durfte. In seinem vierten Länderspiel am 18. April 1926 in Düsseldorf, beim 4:2 Erfolg gegen die Niederlande, debütierten seine Vereinskameraden Hofmann, Nagelschmitz und Pöttinger im DFB-Team. Sein achtes und letztes Spiel in der Nationalmannschaft bestritt er am 15. April 1928 in Bern beim 3:2 Sieg gegen die Schweiz. Bei den Olympischen Sommerspielen 1928 in Amsterdam gehörte er dem Aufgebot von Trainer Otto Nerz an, zum Einsatz in der Verteidigung kamen aber Albert Beier vom Hamburger SV und der Debütant Heinrich Weber von Kurhessen Kassel.

Ausklang der Karriere Bearbeiten

Der Sportlehrer setzte seine Aktivität beim SV Wiesbaden (1932-35) fort und wechselte dann in die Trainerrolle. Stationen waren TuRa Leipzig (1936-38), SV Fortuna Leipzig (1939-41),) der 1. FSV Schierstein 08 und die Sportgemeinde Mainz-Gonsenheim (1947-49), der FV Engers in der Oberliga Südwest von 1950 bis 1953 und der Fußball-Club Singen 04 (1953-54).

Erwähnenswertes Bearbeiten

Zum 25-jährigen Bestehen seines Heimatvereines FV Daxlanden im Jahre 1937 trat als Jubiläumsgast der FC Bayern München in Karlsruhe an. Bei Daxlanden verteidigte der 39-jährige „Mile“ in beeindruckender Manier und das Stürmertalent August Klingler machte mit tollen Dribblings und harten Schüssen auf sich aufmerksam. Die Bayern gewannen das Spiel mit 4:2 Toren. Nach dem 2. Weltkrieg konnten sich im Verein von Kutterer und Klingler, dem FV Daxlanden auch die Talente Heinz Beck (Torschützenkönig in der Oberliga Süd) und Max Schwall (Amateurnationalspieler) für den Karlsruher SC entwickeln.

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Fritz Tauber: Deutsche Fußballnationalspieler. Spielerstatistiken von A bis Z. Agon-Verlag, Kassel 2010, Seite 109

Quellen Bearbeiten

  • Deutschlands Fußballnationalspieler, Das Lexikon, Sportverlag Berlin, 1997, ISBN 3-328-00749-0
  • Deutsche große Fußballmannschaften, Teil 4: Bayern München 1900-1993, AGON, 1993, ISBN 3-928562-35-5
  • Deutschlands Fußball-Länderspiele, Sport- und Spielverlag, Hürth, 1989, ISBN 3-9802172-4-8
  • Vom Kronprinzen bis zur Bundesliga, AGON, 1996, ISBN 3-928562-85-1
  • LIBERO, Nr. D9, 1994, IFFHS
  • LIBERO, Nr. D6/D7, 1993, IFFHS
  • Fritz Tauber: Deutsche Fußballnationalspieler. Spielerstatistiken von A bis Z. Agon-Verlag, Kassel 2010, ISBN 978-3-89784-366-0


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
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