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Das Elbinstitut Hamburg (ehemals: FORUM - Young Migrant Talents) e.V. ist ein auf Initiative von Barbara Seibert entstandener gemeinnütziger Verein mit dem Schwerpunkt Bildung. Ziel des Vereins ist die Förderung von Potenzialen von Jungen und Mädchen, später auch Frauen und Männern, unabhängig von Herkunft, Status und Alter. Die Namensänderung erfolgte 2016 nach Erweiterung der fachlichen Aufgaben auf Erwachsene.

2010 bis 2012 hatte Eckart Kottkamp, damaliger Vorsitzender des Arbeitskreises Ingenieursausbildung beim Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) die Schirmherrschaft. Seit 2012 ist Ole von Beust, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg a.D., der Schirmherr.

Geschichte Bearbeiten

2006 entwickelte die ehemalige Unternehmerin und studierte Geografin Barbara Seibert das Konzept zur Potenzialförderung von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund unter dem Arbeitstitel „Das philosophische Schülerforum“. Innovatives Merkmal des Projekts war die gezielte Ansprache begabter Jugendlicher und die seither bestehende Einbettung in den gesellschaftlichen Dialog.

Ab Oktober 2006 erfolgte eine Pilotphase mit einer Gruppe von Jungen und Mädchen der Schule Königstrasse (heute Schule am Hafen) in Hamburg Altona.  

Am 5. April 2007 und nach Zusage der Anschubfinanzierung fand zunächst im Freundeskreis die Gründungsversammlung des Trägervereins FORUM – Young Migrant Talents e.V. statt. Die offizielle Eröffnungsveranstaltung folgte am 12. November 2007. Seither haben mehrere hundert Schülerinnen und Schüler schulbegleitend wöchentliche Lernkreise, Akademien und Seminare besucht (Bereich YMT). Seit dem Jahr 2015 durchliefen zudem etwa 500 Geflüchtete mehrere interdisziplinäre Orientierungskurse (Bereich Community Spirit), teils mit Anbindung an Praktikumsplätze.

Daneben wurde von Anfang an der Gedankenaustausch mit Personen des Öffentlichen Lebens gepflegt, die bei Expertengesprächen zu Gast waren.

Fachprojekte, Exkursionen im In- und Ausland, die gemeinsame redaktionelle Arbeit an Veröffentlichungen sowie gelegentliche, anlassbezogene Bühnenaufführungen ergänzen seitdem das Programm. 

2012 bis 2015 wurde die Zusammenarbeit projektbezogen auf Stuttgart und Berlin erweitert, Kooperationspartner waren Die Neue Arbeit gGmbH in Stuttgart und der Evangelische Kirchenkreis Berlin Stadtmitte.

Am 20. Januar 2014 wurde der Verein von der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ ausgezeichnet.

Finanzierung Bearbeiten

Das Elbinstitut Hamburg ist ein unabhängiger, gemeinnütziger Verein, der auf Spenden, öffentliche und private Förderung angewiesen ist; es gibt keine feste Bindung an einen Sponsor oder Mäzen. Im Laufe der zehn Jahre seines Bestehens haben viele namhafte Stiftungen, Unternehmen und verschiedene Stellen der Öffentlichen Hand den Verein finanziell begleitet; die Auflistung der Namen ist auf der Webseite nachlesbar. Der jährliche Geschäftsbericht kann angefordert werden. 

Selbstverständnis Bearbeiten

Das Elbinstitut Hamburg (YMT) e.V. bietet ein umfassendes Bildungsangebot zur Entwicklung von Potentialen. Grundlage der gemeinsamen Arbeit sind wechselseitiger Respekt und der Dialog auf Augenhöhe. Jede und Jeder lernt vom anderen und gemeinsam mit ihr und ihm. Denn Lernen beginnt nicht irgendwann und ist zu einem Zeitpunkt beendet, vielmehr sind wir alle in einem ständigen Lernprozess begriffen. Manches geschieht unbewusst und kann unabsehbare Folgen haben, daher ist es wichtig, insbesondere bei komplexen Zusammenhängen die Meinung von Expertinnen und Experten hinzu zu ziehen. Im Elbinstitut Hamburg geschieht dies derzeit in DirectDialogen. So sollen Mythen durch Fakten ersetzt und eine umfassende Meinungsbildung ermöglicht werden.

Das Elbinstitut Hamburg versteht sich als Ort der glokal vernetzten Gesellschaft von Menschen mit Verantwortungsbewusstsein und Gestaltungsfreude - als Beitrag inmitten Vieler, zum gemeinsamen Aufbau einer hoffentlich gerechteren und friedlichen Zukunft, in Europa und der Welt.

Veröffentlichungen Bearbeiten

  • FORUM – Young Migrant Talents e.V. (Hrsg.): Elite im Kommen. Begabter und hochbegabter Nachwuchs mit Migrationshintergrund und seine Integration in Deutschland. Kurzgeschichten und Statements. Selbstverlag, Hamburg 2009.
  • Der Beitrag. Informationen, Meinungen, Konzepte für den glokalen Dialog, Pilotausgabe, Mai 2014.
  • Der Beitrag. Notizen einer glokalen Gesellschaft. Ausgabe 2, Oktober 2014.
  • Der Beitrag. Notizen einer glokalen Gesellschaft. Ausgabe 3, Juni 2015.
  • Barbara Seibert: Glokalisierung. Ein Begriff reflektiert gesellschaftliche Realitäten. Einstieg und Debattenbeiträge. LIT Verlag, Münster 2016.
  • Glokal Medien UG (Hrsg.): Der Beitrag. Notizen einer glokalen Gesellschaft, Newsletter Januar 2017.

Weblinks Bearbeiten


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