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Eberhard Czichon (* 1930) ist ein deutscher Historiker.

Czichon machte eine Lehre, besuchte die Arbeiter-und-Bauern-Fakultät und studierte dann Geschichtswissenschaften. Danach arbeitete er als Rektor, dann im Institut für Heimatmuseen beim Ministerium für Kultur. An der Akademie der Wissenschaften der DDR war er zunächst in der Arbeitsstelle für Akademiegeschichte und ab 1970 im Wissenschaftlichen lnformationszentrum tätig.

Czichon untersuchte den OMGUS-Bericht der amerikanischen Militärregierung über die Macht der Banken aus dem Jahre 1946 und setzte sich kritisch mit der Rolle von Hermann Josef Abs ab 1938 in der Deutschen Bank auseinander.[1]

Von 1948 an gehörte Czichon der SED an, von 1990 bis 1994 der PDS und seit 1993 der DKP. Er lebt in Berlin.

Schriften Bearbeiten

Selbstständige Schriften
  • Wer verhalf Hitler zur Macht. Köln, 1967
  • Der Primat der Industrie im Kartell der national-sozialistischen Macht. In: Das Argument 10, 1968, S. 168 ff.
  • Hermann Josef Abs. Porträt eines Kreuzritters des Kapitals. Union Verlag, 1969
  • Die Bank und die Macht – Hermann Josef Abs, die Deutsche Bank und die Politik. Papyrossa Verlags GmbH, 1995, ISBN 3-89438-082-9
  • Das Geschenk. Die DDR im Perestroika-Ausverkauf. PapyRossa Verlag, Köln, 1999, ISBN 3-89438-171-X (zusammen mit Heinz Marohn)
  • Ernst Thälmann. Biographische Recherchen
  • Deutsche Bank / Macht − Politik. Faschismus, Krieg und Bundesrepublik. 2001, ISBN 978-3-89438-219-3
  • Thälmann. Ein Report, Berlin 2010, ISBN 978-3-939828-56-3 (zusammen mit Heinz Marohn)

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Lothar Bisky: Eberhard Czichon - ein Leben gegen die Bankenmacht. (archive.org)
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