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Dietmar Beiersdorfer
Personalia
Geburtstag 16. November 1963
Geburtsort FürthDeutschland
Größe 187 cm
Position Manndecker

Dietmar Beiersdorfer (* 16. November 1963 in Fürth) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler. Er war von 2002 bis 2009 sportlicher Leiter des Bundesligisten Hamburger SV und ist heute für den Bereich Fußball der Getränkemarke Red Bull verantwortlich.

Leben Bearbeiten

In seiner Jugend kickte der Franke beim TSC Cadolzburg, dem TSV Altenberg, dem ASV Herzogenaurach und dem 1. FC Bamberg. 1985 wechselte er zum damaligen Oberligisten SpVgg Fürth, ehe er dort von den Talentsichtern des Hamburger SV entdeckt wurde. Der norddeutsche Traditionsverein lockte den kopfballstarken Abwehrspieler 1986 gemeinsam mit seinem Mitspieler Manfred Kastl an die Waterkant, wo sich Beiersdorfer auf Anhieb einen Stammplatz im Team von Trainer Ernst Happel erkämpfte und am 20. Juni 1987 mit dem HSV den DFB-Pokal 1987 gewann. Beim 3:1-Sieg gegen die Stuttgarter Kickers zählte Beiersdorfer sogar zu den Torschützen.

Bis zum Sommer 1992 spielte Dietmar Beiersdorfer 174 Mal für die Hamburger in der Bundesliga, wobei er 14 Tore erzielte. Aus finanziellen Gründen verkaufte ihn der HSV danach zum Nord-Rivalen Werder Bremen, dessen Trikot er in der Bundesliga bis 1996 64 Mal trug. 1992/93 wurde der Defensivakteur mit den Bremern auf Anhieb Deutscher Meister und 1994 Pokalsieger. Doch dann folgte der Knick in Beiersdorfers Karriere: Verletzungsbedingt bestritt er in der Saison 1994/95 kein einziges Spiel beim SV Werder und fand nach seiner Genesung nur noch schwer Anschluss. Deshalb wechselte er in der Winterpause 1995/96 zum 1. FC Köln, für den er bis zum Saisonende 16 Spiele absolvierte. Aber Dietmar Beiersdorfers Gastspiel in der Domstadt war nur kurz: Es zog ihn zum italienischen Erstligisten AC Reggiana, bei dem er 1997 auch seine aktive Laufbahn beendete.

Nachdem er die Fußballschuhe an den Nagel gehängt hatte, kehrte der Franke, der am 1. Mai 1991 gegen Belgien (1:0) sein einziges Länderspiel für die deutsche Nationalelf bestritt, in den Norden Deutschlands zurück. Dort schloss er sein BWL-Studium an der HWP erfolgreich ab und arbeitete anschließend bei der KPMG als Wirtschaftsprüfer-Assistent.

Im August 2002 kehrte er zum Hamburger SV zurück, wo er offiziell seit dem 1. September 2002 als Sportdirektor tätig war. Hier gelangen ihm seit 2004 vielbeachtete Verpflichtungen von Spielern wie Rafael van der Vaart, Nigel de Jong, Marcell Jansen oder Ivica Olić. Einige dieser Spieler konnte der Verein später mit hohem Gewinn weitertransferieren.

Am 23. Juni 2009 verständigte sich Beiersdorfer mit dem Aufsichtsrat des Hamburger SV auf eine vorzeite Auflösung seines noch bis Dezember 2010 laufenden Vertrages [1], nachdem es im Vorfeld zu Meinungsverschiedenheiten mit dem Vorstandsvorsitzenden Bernd Hoffmann gekommen war.[2]

Seit dem 1. November 2009 bekleidet Beiersdorfer das Amt des Sportlichen Leiters für das Gesamtprojekt Fußball der Getränkemarke Red Bull. Damit ist er unter anderem für FC Red Bull Salzburg, RB Leipzig und die New York Red Bulls verantwortlich. Außerdem fungiert er seit Februar 2010 als Vorstandsvorsitzender von RB Leipzig.[3]

Beiersdorfer ist seit Juli 2006 verheiratet.

Erfolge Bearbeiten

  • 1987 Deutscher Pokalsieger, 3:1 im Finale gegen Kickers Stuttgart (1 Tor)
  • 1993 Deutscher Meister
  • 1994 Deutscher Pokalsieger, 3:1 im Finale gegen Rot-Weiss Essen (1 Tor)

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. hsv.de: HSV und Beiersdorfer trennen sich einvernehmlich
  2. FOCUS online: HSV-Vorstand übt sich im Machtkampf
  3. Welt online: Beiersdorfer neuer Boss bei RB Leipzig



Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
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