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Dieter Schatzschneider
Personalia
Geburtstag 26. April 1958
Geburtsort HannoverDeutschland
Größe 187 cm
Position Stürmer

Dieter Schatzschneider (* 26. April 1958 in Hannover) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler. Aufgewachsen in Hannover-Vahrenheide, lebt Schatzschneider mit seiner Familie heute in Kleinburgwedel, vor den Toren Hannovers.

Laufbahn Bearbeiten

„Schatz“ oder auch „der Lange“, wie er von seinen Fans genannt wurde, ist bis heute die Nummer eins in der ewigen Torschützenliste der zweiten Liga und war der erfolgreichste Torjäger von Hannover 96. Dieter Schatzschneider machte in der Bundesliga 96 Spiele und wurde für die Olympia-Auswahl 1984 nominiert. Bis heute arbeitet er als Trainer (u. a. FC Augsburg, Kickers Emden, Sportfreunde Ricklingen, SV Arminia Hannover, SVG Göttingen 07)[1] und als Kolumnist für die Sportredaktion der Bild-Zeitung in Hannover. Ferner gilt er als Vertrauter und Berater von Martin Kind, dem Präsidenten von Hannover 96. Seit der Saison 2008/09 ist Schatzschneider Scout für Hannover 96.

Saison 1983/84 Bearbeiten

Nachdem Schatzschneider 1982/83 Torschützenkönig der 2. Bundesliga wurde, verpflichtete ihn der Hamburger SV. Dort trat er allerdings ein schweres Erbe an. Ihm kam die Aufgabe zu, Horst Hrubesch, vormals Mannschaftsführer, zu ersetzen. Vom ersten Tag an fehlte die Akzeptanz in der Mannschaft bzw. tat sich Schatzschneider schwer, in dem feststehenden Gefüge des Teams seinen Platz zu finden. So wollte sich Schatzschneider nicht in die Hierarchie einordnen. Andererseits misstrauten die erfolgreichen Stammspieler des damaligen HSV dem Neuling, der sich erst noch beweisen musste. Ähnliche Probleme hatte Wolfram Wuttke, der zusammen mit Schatzschneider nach Hamburg gewechselt war.

Ursprünglich galt Dieter Schatzschneider als aussichtsreicher Kandidat für die A-Nationalmannschaft unter Jupp Derwall. Doch konnte er nicht die hohen Erwartungen, die in ihn gesteckt wurden, erfüllen. In der Saison 1983/84 verspielte der HSV alle möglichen 5 Titelgewinne, unter anderem auch das Weltpokalfinale 1983 in Tokio, wobei Schatzschneider verletzungsbedingt nur auf der Bank sitzen konnte. Obwohl er in 31 Spielen 15 Treffer erzielte, wurde seine Leistung als nicht ausreichend bewertet, und er verließ den Verein in Richtung FC Schalke 04. Bemängelt wurde beispielsweise Schatzschneiders Laufbereitschaft bzw. seine angeblich egoistische Spielweise.

Zitate über seine HSV-Zeit Bearbeiten

  • „Schon vom ersten Tag an wusste ich, dass ich es nicht leicht haben würde.“[2]
  • Selbstkritisch bemerkte er später:
    „Wenn ich bedenke, was mir Magath und Co. damals so alles vorgelegt haben, da hätte ich mindestens dreißig Dinger machen müssen!“[3]
  • „Ich war total egoistisch, was meine Ziele anging. Da gebe ich mir eine große Teilschuld. Aber Wolfram Wuttke und ich waren sicher nicht die einzigen Schuldigen.“[4]

Erfolge Bearbeiten

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Dieter Schatzschneider auf der Homepage der Bundesliga, abgerufen am 9. Oktober 2010
  2. Axel Formesey: Unser HSV; ISBN 978-3-86108-894-3; Seite 341.
  3. Axel Formesey: Unser HSV; ISBN 978-3-86108-894-3; Seite 343.
  4. Axel Formesey: Unser HSV; ISBN 978-3-86108-894-3; Seite 342.


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
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