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Dieter Mauritz (* 21. November 1918 in Berlin; † 3. April 1988 in Gütersloh, Westfalen) war ein deutscher Tischtennisspieler und -funktionär. Er wurde viermal deutscher Meister.

Aktive Laufbahn Bearbeiten

Mauritz war der Sohn eine Majors. 1921 übersiedelte die Familie von Berlin nach Barmen. Seine Mutter förderte sein Interesse für den Tischtennissport, den er zunächst als Hobby zu Hause mit seinen beiden Brüdern betrieb. 1933 wurde er internationaler belgischer Meister im Einzel und Doppel. Zunächst erzielte er mit Tennis noch regionale Erfolge, ab 1936 konzentrierte er sich komplett auf das Tischtennis.

Sein erstes Länderspiel bestritt Mauritz 1936 gegen Frankreich. In der Folge wurde er bis 1952 insgesamt 31 mal für die Nationalmannschaft nominiert.[1] Dabei nahm er an 4 Weltmeisterschaften teil. Um 1933 wurde er unter den ersten 10 in der Weltrangliste geführt.

Er war auch am ersten Länderspiel einer deutschen Mannschaft nach dem 2. Weltkrieg beteiligt. Am 24. Januar 1950 trat er in Gelsenkirchen zusammen mit Helmuth Hoffmann und Heinz Raack gegen Schweden an. Zwischen 1936 und 1949 wurde er 4 mal Deutscher Meister im Herreneinzel. Er spielte für die Vereine Barmer TC, SW Wuppertal, BW Oberkassel, MTV München, Gold-Weiß Wuppertal.

Arbeit beim DTTB Bearbeiten

Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn übernahm er Aufgaben beim DTTB. Zunächst war er 1952 bis 1961 Sportwart, schließlich wurde er Anfang Juli 1965 auf der Bundeshauptversammlung in Borkum einstimmig als Nachfolger von Kurt Entholt zum Präsidenten gewählt. Dieses Amt hatte er bis 1981 inne, dann kandidierte er nicht mehr. Sein Nachfolger wurde Hans Wilhelm Gäb. In seine Amtszeit fiel die Einführung der Bundesliga, die Durchführung der Weltmeisterschaft 1969 und der Europameisterschaft 1978 in Deutschland und die Verpflichtung von hauptamtlichen Trainern.

1976 wurde ihm das Verdienstkreuz I. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen [2]. Wegen seiner Verdienste ernannte ihn der DTTB 1981 zum Ehrenpräsident.

Nach seinem Tode - am 3. April 1988 - stiftete der Vorstand des DTTB den Dr.Dieter-Mauritz-Gedächtnispreis. Dieser wird an Personen verliehen, die sich um den deutschen Tischtennissport verdient gemacht haben[3]. Beispielsweise wurde am 14. Juni 2001 Diane Schöler mit diesem Preis ausgezeichnet.

Privat Bearbeiten

Nach dem 2. Weltkrieg studierte Mauritz Jura an der Universität München und promovierte zum Dr.Jur. an der Universität Köln. 1952 wurde er als Rechtsanwalt zugelassen. Daraufhin gründete er in Gütersloh ein Rechtsanwalts- und Notariatsbüro, womit er von da an seinen Lebensunterhalt verdiente.

Er war verheiratet mit Sigrid, geb. Niemöller (*28. Juli 1927, †7. Juli 1999) und hatte zwei Kinder, nämlich Astrid (* 11. Juli 1954, † 14. Januar 1971) und Dietrich (* 15. September 1957).

Erfolge Bearbeiten

  • Nationale deutsche Meisterschaften
    • 1936 Gelsenkirchen Einzel 1. Platz
    • 1937 Berlin Einzel 1. Platz
    • 1939 Frankfurt/Main Einzel 3. Platz
    • 1947 Heppenheim Einzel 1. Platz
    • 1949 Lübeck Einzel 1. Platz
    • 1950 Rheydt Einzel 3. Platz, Doppel 2. Platz mit Kurt Braun
  • Internationale Deutsche Meisterschaften
    • 1937 Berlin Einzel 2. Platz, Doppel 2. Platz mit Georg Kutz, Mixed 3.Platz mit Berti Capellmann
    • 1938 Krefeld Einzel 3. Platz, Doppel 3. Platz mit Götz Meschede
  • Sonstige Erfolge
    • 1947/48 in München: Bayerische Meisterschaft - 1. Platz im Einzel

Literatur Bearbeiten

  • Ossi Brucker: Mit "Haus-Tischtennis" fing alles an, Zeitschrift DTS, Ausgabe West, 1965/16 S.9
  • Dieter Mauritz: 47 Jahre im DTTB - Gedanken und Erinnerungen, Zeitschrift DTS, 1981/13 S.8-10
  • Winfried Stöckmann: Für den DTTB zum rechten Augenblick der rechte Mann, Zeitschrift DTS, 1981/13 S.5-6
  • Rudi Gruber: In memoriam: Ein Großer unseres Sports, Zeitschrift DTS, 1988/4 S.30-31

Weblinks Bearbeiten

Referenzen Bearbeiten

  1. Ossi Brucker spricht in DTS 1965/16 von mehr als 50 Länderkämpfen
  2. Hohe Ehrung für Dr. Dieter Mauritz - Mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet - Zeitschrift DTS, 1976/7 S.18
  3. Zeitschrift DTS, 1988/6 S.35


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
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