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Dieter Eilts
Personalia
Name Dieter Eilts
Geburtstag 13. Dezember 1964
Geburtsort Upgant-SchottDeutschland
Größe 186 cm
Position Mittelfeldspieler

Dieter Eilts (* 13. Dezember 1964 in Upgant-Schott) ist ein deutscher Fußballtrainer und ehemaliger Nationalspieler.

Spielerkarriere Bearbeiten

Verein Bearbeiten

Eilts begann seine Fußballer-Laufbahn beim SV Hage in Ostfriesland. Von 1985 bis 2002 bestritt er für Werder Bremen insgesamt 390 Bundesligaspiele, in denen er sieben Tore erzielte. Nachdem er bereits zur Saison 1985/86 zum Profikader der Hansestädter gehörte, musste Eilts noch auf die Folgesaison warten, um seinen ersten Profieinsatz im Trikot der Grün-Weißen zu bekommen. Am 17. Spieltag, den 5. Dezember 1986, wechselte ihn Trainer Otto Rehhagel in der 79. Minute für Rudi Völler ein. Das Premierenspiel gegen den 1. FC Köln ging allerdings mit 0:3 verloren.[1] Zu einem weiteren Einsatz kam es für Eilts in dieser Spielzeit nicht mehr. Auch 1986/87 stand der damalige Jungspieler stark im Schatten der Stammkräfte wie Günter Hermann, Norbert Meier, Mirko Votava und dem ein Jahr älteren Thomas Wolter.[2] Erst in der Rückrunde der Saison 1988/89 schaffte Eilts den Durchbruch bei den Bremern. Ab dem 24. Spieltag stand er ununterbrochen in der Startformation des SVW und verpasste bis zum Saisonende keine Partie.[3] Außerdem stand er im DFB-Pokal-Finale gegen Borussia Dortmund, welches Werder mit 1:4 verlor.[4] Im Jahr zuvor konnte er mit dem Bremer Team bereits den gewinn der deutschen Meisterschaft feiern, absolvierte damals aber nur zwei Ligapartien. Mit Beginn der Spielzeit 1989/90 bis 2000/01, also über zehn Jahre, war Eilts nicht mehr aus dem Mittelfeldverbund der Bremer zu denken. Abgesehen von einer Saison absolvierte er stets mehr als 25 Bundesligapartien pro Jahr für die Norddeutschen. 1990 erreichte die Mannschaft wieder das Finale um den deutschen Pokal. Endspielgegner war dieses Mal der 1. FC Kaiserslautern. Die Bremer, bei denen Eilts wie schon im Vorjahr die vollen neunzig Minuten bestritt, verloren mit 2:3 und mussten sich auf das Folgejahr vertrösten. In der Liga erzielte Eilts am 31. März 1990 seinen ersten von sieben Bundesligatreffern. Im Spiel gegen den Hamburger SV gelang ihm der 2:1-Siegtreffer.[5] In der UEFA-Pokal-Saison 1989/90 schied man erst im Halbfinale durch ein Heim-1:1 und ein Auswärts-0:0 gegen den AC Florenz aus. Beim legendären 5:1-Erfolg im Achtelfinale gegen den SSC Neapel, mit Diego Maradona im Kader, trug sich Eilts in die Torschützenliste ein und erzielte den letzten Treffer der Begegnung.[6] 1991 waren die Bremer zum dritten Mal in Folge im Finale des DFB-Pokals. Nachdem Eilts die 1:0-Führung erzielte, glich Maurice Banach für den 1. FC Köln aus, so dass das Elfmeterschießen entscheiden musste. Dort setzten sich die Werderaner durch und Eilts konnte im dritten Anlauf zum ersten Mal den deutschen Cup gewinnen.[7] Damit qualifizierte sich der Verein für den Europapokal der Pokalsieger 1991/92. Über den FC Bacau, Ferencvaros Budapest, Galatasaray Istanbul und FC Brügge fand der SVW den Weg ins Endspiel, wo man AS Monaco gegenübertreten musste. Nachdem Eilts im Halbfinale gegen Rotterdam wegen einer Rotsperre fehlte, stand er gegen den französischen Vertreter in der Startformation. Bremen entschied das Spiel mit 2:0 für sich und Eilts konnte seinen ersten und einzigen internationalen Vereinstitel feiern. 1994 und 1999 wiederholten sich die Triumphe im deutschen Pokalwettbewerb. In beiden Spielen war er die volle Spielzeit aktiv. Bereits 1993 konnte der deutsche Meistertitel ein zweites Mal gewonnen werden. 2001/02 war Eilts zwar noch im Kader der Bremer, kam aber nicht über nur vier Partien hinaus. Alle davon zwischen dem ersten und vierten Spieltag der Saison absolvierend.[8] Sein letztes Bundesligaspiel bestritt der Defensivspieler am 18. August 2001 gegen den TSV 1860 München.[9]

Nationalmannschaft Bearbeiten

Seit 1993 gehörte Dieter Eilts zum weiteren Kreis der Nationalmannschaft. Berti Vogts stellte den Mittelfeldspieler erstmalig am 18. Dezember 1993 im Freundschaftsspiel gegen die USA auf.[10] Der Durchbruch im schwarz-weißen Dress gelang ihm in der Saison 1995/1996. Bei der Fußball-Europameisterschaft 1996 in England galt er als wesentliche Stütze der deutschen Mannschaft, die zum dritten Mal die Europameisterschaft gewann, und wurde in das UEFA Allstars-Team dieses Turniers gewählt. Insgesamt bestritt Eilts bis 1997 31 Länderspiele. Sein letztes Spiel absolvierte er im Qualifikationsspiel für die Fußball-Weltmeisterschaft 1998 am 7. Juni 1997 gegen die Ukraine.[11]

Erfolge als Spieler Bearbeiten

Verein Bearbeiten

  • Deutscher Meister mit Werder Bremen: 1988, 1993
  • DFB-Pokalsieger mit Werder Bremen: 1991, 1994, 1999
  • Europapokal der Pokalsieger mit Werder Bremen: 1992

Nationalmannschaft Bearbeiten

  • Europameister 1996

Individuell Bearbeiten

Trainerkarriere Bearbeiten

Nachdem Eilts im Anschluss an seine aktive Spielerkarriere zunächst für ein Jahr als Trainer der A-Jugend Werder Bremens fungiert hatte, wurde er zum 1. Juli 2003 Trainer der deutschen U19-Nationalmannschaft. Ab dem 6. August 2004 war er Trainer der deutschen U21-Nationalmannschaft und qualifizierte sich mit ihr zuletzt für die Endrunde der Europameisterschaft 2009. Dennoch wurde er Anfang November 2008 von diesem Amt entbunden, wobei unterschiedliche Auffassungen über Spielphilosophie und Arbeitsweise der Auswahlmannschaften als Gründe angegeben wurden.[12][13]

Am 20. November 2008 löste der DFB den Vertrag mit Dieter Eilts schließlich offiziell auf, so dass dieser einen Tag später den Posten des Cheftrainers beim Zweitligisten F.C. Hansa Rostock übernehmen konnte.[14] Als Nachfolger Frank Pagelsdorfs sollte er den erst in der Vorsaison aus der Bundesliga abgestiegenen Verein ab dem 14. Saison-Spieltag aus dem Mittelfeld der zweiten Liga in die oberen Tabellenhälfte führen. Nach der Auswärtsniederlage am 6. März 2009 gegen den FC St. Pauli wurde er jedoch beurlaubt, nachdem er in elf Pflichtspielen lediglich einen Sieg und zwei Unentschieden hatte verbuchen können, weshalb der Verein bis auf den vorletzten Tabellenplatz zurückgefallen war.[15]

Seit Januar 2011 arbeitet Dieter Eilts beim Landesligisten VfL Oldenburg als Jugendkoordinator. Zu seinem Aufgabenfeld gehört es unter anderem, sich um den Trainernachwuchs zu kümmern.[16]

Wissenswertes Bearbeiten

  • Dieter Eilts ist einer von aktuell 7 Ehrenspielführern[17] von Werder Bremen.
  • Spitznamen: "Eisen-Dieter"[18], "Ostfriesen-Alemão"[19]
  • Er wurde aufgrund seiner starken Leistungen während der Fußball-EM 1996 in England in der Presse zum "Lord Eilts".

Weblinks Bearbeiten

Quellen Bearbeiten

  1. Spielstatistik 1. FC Köln - SV Werder Bremen 3:0 (2:0) vom 5. Dezember 1983 auf fussballdaten.de
  2. SV Werder Bremen: Der Kader 1987/1988 auf fussballdaten.de
  3. Die Spiele der Bundesliga 1988/1989 für SV Werder Bremen auf fussballdaten.de
  4. Spielstatistik Borussia Dortmund - SV Werder Bremen 4:1 (1:1) vom 24. Juni 1989 auf fussballdaten.de
  5. Spielstatistik SV Werder Bremen - Hamburger SV 2:1 (2:1) vom 31. März 1990 auf fussballdaten.de
  6. Spielstatistik SV Werder Bremen - SSC Neapel 5:1 (1:0) vom 6. Dezember 1989 auf fussballdaten.de
  7. Spielstatistik SV Werder Bremen - 1. FC Köln 4:3 n.E. vom 22. Juni 1991 auf fussballdaten.de
  8. Die Spiele der Bundesliga 2001/2002 für SV Werder Bremen
  9. Spielbericht SV Werder Bremen - TSV 1860 München 1:3 (1:2) vom 16. August 2001 auf fussballdaten.de
  10. Spielstatistik USA - Deutschland 0:3 (0:1) vom 18. Dezember 1993 auf fussballdaten.de
  11. Spielstatistik Ukraine - Deutschland 0:0 (0:0) vom 7. Juni 1997 auf fussballdaten.de
  12. Kicker online: Eilts ist nicht mehr im Amt, 5. November 2008
  13. Spiegel online: DFB löst Eilts als U21-Coach ab, 5. November 2008
  14. FC-Hansa.de Dieter Eilts wird neuer Trainer beim FC Hansa Rostock, 21. November 2008
  15. Focus online: Dieter Eilts nicht mehr Trainer in Rostock, 6. März 2009
  16. Sportnachrichten bei T-online: Dieter Eilts heuert bei Landesligist VfL Oldenburg an (18. Januar 2011); eingesehen am 18. Januar 2011
  17. http://www.werder.de/team/ehrenspielfuehrer.php
  18. http://www.11freunde.de/ballkultur/103682/
  19. http://www.neon.de/kat/freie_zeit/sport/171819.html


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
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