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'''Deutsches Hessen''' (kurz '''DH''') war der Name einer rechtsextremen Gruppierung um Heinz Reisz und Otto Riehs. Sie wurde 1991 gegründet. Vorsitzender wurde Heinz Reisz. Diese Gruppierung war nur regional in [[:Kategorie:Hessen|Hessen]] tätig und hatte ihren Sitz in der Stadt Langen.<ref>http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13682363.html</ref>
 
'''Deutsches Hessen''' (kurz '''DH''') war der Name einer rechtsextremen Gruppierung um Heinz Reisz und Otto Riehs. Sie wurde 1991 gegründet. Vorsitzender wurde Heinz Reisz. Diese Gruppierung war nur regional in [[:Kategorie:Hessen|Hessen]] tätig und hatte ihren Sitz in der Stadt Langen.<ref>http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13682363.html</ref>
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'''Deutsches Hessen''' (kurz '''DH''') war der Name einer rechtsextremen [[Deutschland|deutschen]] Gruppierung und hatte ihren Sitz in der Stadt Langen. <ref>http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13682363.html</ref>
   
 
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
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=== Vorgeschichte ===
1991 wurde die Gruppierung gegründet, als die Rechtsextremisten Reisz und Riehs nach dem Tod des Neo-Nazis Michael Kühnen Teile von dessen Anhängerschaft um sich scharen konnten. Seit 1992 war die Gruppierung, die nur 60 Mitglieder hatte, als Partei zugelassen worden. Die DH konnte sich pressemäßig sehr gut verkaufen und erschien immer größer als sie war.
 
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1991 gründete einige Anhänger des Neo-Nazi Michael Kühnen unter der Führung der Rechtsextremisten Heinz Reisz und Otto Riehs die Organisation ''Deutsches Hessen'' als [[:Kategorie:Hessen|regionale]] Nachfolgeorganisation der zerfallenen Kühnen-Bewegung. Die DH hatte weniger als 60 Mitglieder und so versuchte man von Seiten DH-Führung, die neue Organisation in die rechtsextreme Szene einzubinden. Auf der ersten Pressekonferenz erschienen die Mitglieder gesamt in braunen Hemden und dunklen Hosen, was eine offene Verbindung mit der [[NSDAP]] darstellen sollte. Der Ritterkreuzträger Otto Riehs wurde als Vorsitzender und Heinz Reisz als Pressesprecher vorgestellt.
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In der Folgezeit tritt die Gruppierung massiv in öffentliche Erscheinung. Sie gab inzwischen eine Zeitschrift mit Namen "Deutsches Hessen" heraus und agierte aggressiv gegen die in [[:Kategorie:Hessen|Hessen]] lebenden Ausländer. Ferner gab die Gruppierung auch verschiedenes Propagandamaterial wie Aufkleber, Flugblätter und Videos heraus und propagierte ganz offen über ihre politischen Ziele. Dadurch erschien die Gruppierung größer und wichtiger, als sie eigentlich war.
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=== Deutsches Hessen in der neo-nazistischen Szene ===
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Bereits am 26. Mai 1991 wurde ein gemeinschaftlicher Liederabend mit Angehörigen der damaligen [[Wikingjugend]], der [[Die Republikaner|Republikaner]] und der [[Nationaldemokratische Partei Deutschlands|NPD]] veranstaltet, und am 15. Juni nahmen Reisz und einige Vertreter an der Beerdigung des Neo-Nazis Rainer Sonntag in Dresden teil. Heinz Reisz hielt auf dieser die Trauerrede. Etwas später erscheint eine Abordnung der DH in der polnischen Woiwodschaft Opole und nimmt Kontakte mit der dortigen deutschen Minderheit auf.
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Am 22. September 1991 wurde Reisz mit anderen Rechtsextremen auf eine Veranstaltung des Kreisverbandes Mainz der Republikaner eingeladen, wo über eine mögliche Vereinigung der Rechte referiert wird. Am 19. Oktober nehmen Reisz und andere Neo-Nazis am Landesparteitag der Partei [[Deutsche Alternative]] teil. Dort sprechen neben Reisz auch die Rechtsextremen Christian Worch ([[Nationale Liste]]) und Arnulf Priem ([[Wotans Volk]]).
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=== Austritt von Heinz Reisz und das Ende der DH ===
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Am 3. Januar 1992 wird die Asche des verstorbenen Michael Kühnen beerdigt. Bei der Beerdigung nehmen geschlossen die Vorstände der DH und der Deutschen Alternative teil. Im Frühjahr 1992 eine enge Zusammenarbeit mit der von Friedrich Busse geführten [[Freiheitliche Arbeiterpartei|Freiheitlichen Arbeiterpartei]]. Doch die Mehrheit in der DH organisierten Kühnenanhänger lehnte diese Zusammenarbeit ab, da Busse ihr Idol Kühnen mehrmals öffentlich wegen seiner Homosexualität angegriffen und als "schwules Schwein" bezeichnet hatte. Infolge dessen traten Reisz und einige seiner Anhänger im Mai 1992 aus der Gruppierung "Deutsches Hessen" aus. Seine letzte Teilnahme an einer Aktion der DH hatte Heinz Reisz am 18. April 1992, als er eine Protestveranstaltung gegen die Errichtung einer Mülldeponie auf einem ehemaligen Kriegsgefangenenlagers. Nach dem Weggang von Reisz und seinen Anhängern besaß die Organisation weit weniger als 50 Mitglieder und wurde aufgelöst.
   
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== Literatur ==
Die DH arbeitete eng mit anderen rechtsextremen Vereinigungen zusammen. So zum Beispiel mit ''Wotans Volk'' von Arnulf Priem, dem ''[[Die Republikaner|Republikaner-Flügel]]'' unter Harald Neugebauer, der ''Nationalen Liste'' von Christian Worch und der ''[[Deutsche Alternative|DA]]'' zusammen.
 
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*Rainer Fromm: ''Am rechten Rand. Lexikon des Rechtsradikalismus'', Schüren Presseverlag Thüringen 1993, ISBN 3-89472-080-8
   
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== Einzelnachweise ==
Aufgrund der geringen Mitgliederzahl ging die DH finanziell zu Grunde und stellte ihre Tätigkeit ein.
 
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<references/>
   
 
== Literatur ==
 
== Literatur ==

Version vom 14. Mai 2011, 13:36 Uhr

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Info icon 002  Die nachfolgend beschriebene Vereinigung ist nicht mehr aktiv und hat sich mittlerweile aufgelöst.



Deutsches Hessen (kurz DH) war der Name einer rechtsextremen Gruppierung um Heinz Reisz und Otto Riehs. Sie wurde 1991 gegründet. Vorsitzender wurde Heinz Reisz. Diese Gruppierung war nur regional in Hessen tätig und hatte ihren Sitz in der Stadt Langen.[1]

Info icon 002  Die nachfolgend beschriebene Vereinigung ist nicht mehr aktiv und hat sich mittlerweile aufgelöst.



Deutsches Hessen (kurz DH) war der Name einer rechtsextremen deutschen Gruppierung und hatte ihren Sitz in der Stadt Langen. [2]

Geschichte

Vorgeschichte

1991 gründete einige Anhänger des Neo-Nazi Michael Kühnen unter der Führung der Rechtsextremisten Heinz Reisz und Otto Riehs die Organisation Deutsches Hessen als regionale Nachfolgeorganisation der zerfallenen Kühnen-Bewegung. Die DH hatte weniger als 60 Mitglieder und so versuchte man von Seiten DH-Führung, die neue Organisation in die rechtsextreme Szene einzubinden. Auf der ersten Pressekonferenz erschienen die Mitglieder gesamt in braunen Hemden und dunklen Hosen, was eine offene Verbindung mit der NSDAP darstellen sollte. Der Ritterkreuzträger Otto Riehs wurde als Vorsitzender und Heinz Reisz als Pressesprecher vorgestellt.

In der Folgezeit tritt die Gruppierung massiv in öffentliche Erscheinung. Sie gab inzwischen eine Zeitschrift mit Namen "Deutsches Hessen" heraus und agierte aggressiv gegen die in Hessen lebenden Ausländer. Ferner gab die Gruppierung auch verschiedenes Propagandamaterial wie Aufkleber, Flugblätter und Videos heraus und propagierte ganz offen über ihre politischen Ziele. Dadurch erschien die Gruppierung größer und wichtiger, als sie eigentlich war.

Deutsches Hessen in der neo-nazistischen Szene

Bereits am 26. Mai 1991 wurde ein gemeinschaftlicher Liederabend mit Angehörigen der damaligen Wikingjugend, der Republikaner und der NPD veranstaltet, und am 15. Juni nahmen Reisz und einige Vertreter an der Beerdigung des Neo-Nazis Rainer Sonntag in Dresden teil. Heinz Reisz hielt auf dieser die Trauerrede. Etwas später erscheint eine Abordnung der DH in der polnischen Woiwodschaft Opole und nimmt Kontakte mit der dortigen deutschen Minderheit auf.

Am 22. September 1991 wurde Reisz mit anderen Rechtsextremen auf eine Veranstaltung des Kreisverbandes Mainz der Republikaner eingeladen, wo über eine mögliche Vereinigung der Rechte referiert wird. Am 19. Oktober nehmen Reisz und andere Neo-Nazis am Landesparteitag der Partei Deutsche Alternative teil. Dort sprechen neben Reisz auch die Rechtsextremen Christian Worch (Nationale Liste) und Arnulf Priem (Wotans Volk).

Austritt von Heinz Reisz und das Ende der DH

Am 3. Januar 1992 wird die Asche des verstorbenen Michael Kühnen beerdigt. Bei der Beerdigung nehmen geschlossen die Vorstände der DH und der Deutschen Alternative teil. Im Frühjahr 1992 eine enge Zusammenarbeit mit der von Friedrich Busse geführten Freiheitlichen Arbeiterpartei. Doch die Mehrheit in der DH organisierten Kühnenanhänger lehnte diese Zusammenarbeit ab, da Busse ihr Idol Kühnen mehrmals öffentlich wegen seiner Homosexualität angegriffen und als "schwules Schwein" bezeichnet hatte. Infolge dessen traten Reisz und einige seiner Anhänger im Mai 1992 aus der Gruppierung "Deutsches Hessen" aus. Seine letzte Teilnahme an einer Aktion der DH hatte Heinz Reisz am 18. April 1992, als er eine Protestveranstaltung gegen die Errichtung einer Mülldeponie auf einem ehemaligen Kriegsgefangenenlagers. Nach dem Weggang von Reisz und seinen Anhängern besaß die Organisation weit weniger als 50 Mitglieder und wurde aufgelöst.

Literatur

  • Rainer Fromm: Am rechten Rand. Lexikon des Rechtsradikalismus, Schüren Presseverlag Thüringen 1993, ISBN 3-89472-080-8

Einzelnachweise

Literatur

  • Rainer Fromm: Am rechten Rand. Lexikon des Rechtsradikalismus, Schüren Presseverlag Thüringen 1993, ISBN 3-89472-080-8

Einzelnachweise