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Der Deutsche Literaturfonds ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung der deutschsprachigen Literatur.

Geschichte Bearbeiten

Der Deutsche Literaturfonds wurde 1980 gegründet und hat seinen Sitz in Darmstadt. Gründungsmitglieder sind der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung, der Deutsche Bibliotheksverband, der Freie Deutsche Autorenverband, der Verband deutscher Schriftsteller, das P.E.N.-Zentrum Deutschland und die Verwertungsgesellschaft Wort.

Aufgaben und Ziele Bearbeiten

Von der Kulturstiftung des Bundes erhält er jährlich 1.000.000 Euro, mit denen unter anderem deutschsprachige Schriftsteller in Form von Arbeitsstipendien unterstützt werden. Sie sind zurzeit mit 2.000 Euro pro Monat dotiert und haben eine maximale Laufzeit von einem Jahr. Seit 2004 gehört auch die „Sicherung wichtiger literarischer Traditionen“ zu den Aufgaben des Literaturfonds. Daneben fördert er Maßnahmen zur Vermittlungsförderung und ist auch eigeninitiativ tätig.

Jährlich verleiht er den Kranichsteiner Literaturpreis. Daneben vergibt er ein New-York-Stipendium und ein London-Stipendium, verleiht einen Förderpreis und den Paul-Celan-Preis für literarische Übersetzungen. In Kooperation mit dem Wiener Burgtheater veranstaltet er einmal im Jahr die Werkstatttage für junge Dramatiker, in Kooperation mit der Hörspielabteilung des Norddeutschen Rundfunks in Hamburg bietet er alle zwei Jahre eine Hörspielwerkstatt an.

Gremien Bearbeiten

Wichtigstes Gremium ist das zweimal jährlich tagende Kuratorium, das ausnahmslos über alle Fördermaßnahmen entscheidet. Die Amtszeit eines Kuratoriumsmitglieds beträgt drei Jahre und kann einmal verlängert werden. Derzeit gehören diesem Gremium an: Günter Berg (für den Börsenverein des Deutschen Buchhandels), Michael Maar (für die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung), Jan-Pieter Barbian (für den Deutschen Bibliotheksverband), Christa Schuenke (für den Verband deutscher Schriftsteller), Manfred Jäger (für den Freien Deutschen Autorenverband), Martin Lüdke (für das P.E.N.-Zentrum) und Bernd Schmidt (für die VG Wort). An den Sitzungen nehmen beobachtend stets auch Vertreter der Kulturstiftung des Bundes und des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien teil.

Weitere Gremien sind der Vorstand (z.Zt. Dagmar Leupold [geschäftsführend], Brigitte Burmeister und Wend Kässens) und die Mitgliederversammlung.

Mitarbeiter Bearbeiten

Für Projekte und Gutachten ist seit 2002 der Literaturwissenschaftler Gunther Nickel zuständig. Als nebenamtlicher Geschäftsführer fungiert der Generalsekretär der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Bernd Busch. Für Organisation und Verwaltung ist Traudel Ridder zuständig.

Siehe auch Bearbeiten

Weblinks Bearbeiten


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