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Der Deutsche Fernschachbund e. V. (BdF) ist der nationale Fernschachverband in Deutschland. Er organisiert den Spielbetrieb im deutschen Fernschach und ist der Herausgeber der Fernschachzeitschrift Fernschachpost.

Spielbetrieb Bearbeiten

Aufstiegsturniere Bearbeiten

Die wichtigsten Turniere für Einzelspieler sind die Aufstiegsturniere, die zur Teilnahme an der Endrunde der deutschen Fernschachmeisterschaft berechtigen können. Für folgende Klassen ist eine Auf- und Abstiegsregelung vorgegeben:

  • Offene Klasse
  • Hauptturnierklasse
  • Meisterklasse

In jeder Klasse werden Turniere mit 7 oder mit 11 Teilnehmern (Großturnier) veranstaltet.

Platz 1 unterhalb der Meisterklasse berechtigt zum Aufstieg in die nächsthöhere Klasse. Bei einem geteilten ersten Platz steigen beide auf, wenn sie mindestens 80 Prozent der möglichen Punkte erzielt haben. Bei weniger als 80 Prozent erwerben beide Spieler eine Halbnorm. Zwei Halbnormen berechtigen auch zum Aufstieg.

Wer weniger als ein Drittel der möglichen Punkte erreicht muss in die tiefere Klasse absteigen. Gleiches gilt für alle Letztplatzierten in Turnieren, die ab dem 1. Januar 2007 gestartet werden.

Wer sich erstmals zu einem Aufstiegsturnier meldet, startet grundsätzlich in der Eingangsklasse, der Offenen Klasse. Wer besondere Schacherfolge nachweist - etwa Internationaler Meister im Nahschach - kann beantragen, in einer höheren Klasse einzusteigen.

Deutsche Meisterschaft Bearbeiten

Gewinnt man in der Meisterklasse ein Großturnier oder ein Turnier mit 7 Teilnehmern, dann ist man berechtigt, an der Vorrunde zu einer deutschen Meisterschaft teilzunehmen. Außerdem kann man an der Vorrunde teilnehmen, wenn man mindestens eine Fernschach Wertzahl (FWZ) von 2225 oder eine ICCF ELO Zahl von 2350 hat.Der Sieger einer Vorrundengruppe ist für eine Endrunde qualifiziert. Hier wird der Sieger Deutscher Meister.

Die bisherigen Titelträger sind in Liste der Deutschen Meister im Fernschach aufgeführt.

Sonder- und Mannschaftsturniere Bearbeiten

Neben den Aufstiegsturnieren bietet der Deutsche Fernschachbund noch weitere Turniere an:

  • Allgemeine Turniere – Hier treffen sich Spieler jeder Spielstärke „just for fun“, Auf- und Abstieg ist nicht möglich.
  • Thematurniere – Ein oder mehrere Eröffnungszüge sind zwingend vorgeschrieben.
  • Pokalturniere
  • Gedenkturniere
  • Seniorenturniere
  • Jugend- und Juniorenturniere
  • Damenmeisterschaften
  • Pyramidenspiel
  • Länderkämpfe gegen andere Nationen
  • Turniere mit Engine-Verbot
  • Mannschaftsturniere – Hier wurden Mitte der 1990er Jahre mehrere Spielklassen eingeführt, wobei die 1. Fernschach-Bundesliga die höchste Klasse ist
  • Turniere und Meisterschaften in Chess960.

Internationale Aufstiegsturniere Bearbeiten

Eine ähnliche Klassenstruktur bietet der Weltfernschachverband ICCF an. Er veranstaltet Aufstiegsturniere auf Europa- und auf Weltebene. Dabei kann man zwischen nationalen und internationalen Turnieren wechseln: Wer zum Beispiel beim Deutschen Fernschachbund für die Hauptturnierklasse spielberechtigt ist, der darf auch in der Hauptturnierklasse auf Europa- oder auf Weltebene antreten - und umgekehrt.

Geschichte Bearbeiten

Die Gründung erfolgte am 25. August 1946 in Frankfurt am Main unter dem Namen Arbeitsgemeinschaft deutscher Fernschachfreunde. Der erste Präsident war Dr. Edmund Adam. 1947 trat man dem Weltfernschachbund ICCF (der damals noch IFSB hieß) bei. Im Juli 1951 erschien erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg wieder die monatliche Zeitschrift Fernschach, die ab 1992 Fernschach International heißt.

Ab 1952 nennt sich die Organisation Bund deutscher Fernschachfreunde (BdF). Bis 1959 veranstaltete man gesamtdeutsche Turniere, danach spalteten sich die Fernschachspieler der DDR ab. Nach der Wiedervereinigung wurden die DDR-Spieler wieder in den BdF integriert.

Am 1. September 1991 erfolgte abermals eine Umbenennung in Deutscher Fernschachbund (BdF). Am 1. September 2006 trat der Deutsche Fernschachbund dem Deutschen Schachbund bei.

Mitglieder Bearbeiten

Die höchste Mitgliederzahl erreichte der Deutsche Fernschachbund 1991 mit mehr als 8.000. Seitdem war diese Zahl rückläufig, sie sank bis auf 3.000 zum Ende des Jahres 2005. Zu den Gründen zählten Demotivation durch Computereinsatz und Konkurrenzveranstaltungen durch andere Verbände, aber besonders auch das Ausbleiben notwendiger eigener Reformen. Nach deren Umsetzung wurde der Mitgliederrückgang gestoppt und deren Zahl stieg wieder. Spezielle Turniere, in denen der Einsatz von Computern verboten ist, fangen das Problem der Demotivation durch Computereinsatz auf.

Fernschachserver Bearbeiten

Der Deutsche Fernschachbund e. V. betreibt einen eigenen Fernschachserver, den BdF-Schachserver.

Präsidenten Bearbeiten

  • 1946–1956: Edmund Adam
  • 1956–1989: Hermann Heemsoth
  • 1989–1993: Achim Soltau
  • 1993–heute: Fritz Baumbach

Weblinks Bearbeiten


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