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Deutscher Fechter-Bund
Deutscher Fechter-Bund Logo
Gründungsdatum/-jahr 17. Dez. 1911 / 27. Nov. 1949
Gründungsort Bonn
Vereine (ca.) 500
Mitglieder (ca.) 11.328
Verbandssitz Bonn
Homepage http://www.fechten.org

Der Deutsche Fechter-Bund e.V. (DFB) ist der deutsche Dachverband für den Fechtsport nach den Regeln der FIE. Zu seinen Aufgaben gehört:

  • den Fechtsport zu fördern und zu verbreiten,
  • die Landesfachverbände und deren Mitglieder zu beraten und die Zusammenarbeit der Landesfachverbände zu fördern,
  • die jugendpflegerische Arbeit nach Kräften zu unterstützen
  • die Einhaltung seiner Regeln und Regeln der Verbände, denen der DFB angehört, zu überwachen, Verstöße dagegen zu ahnden und seine Mitglieder hierzu zu verpflichten,
  • ein amtliches Organ (der „fechtsport“) herauszugeben.

OrganisationBearbeiten

Gordon RappErika DienstlKlaus-Dieter GüseElmar WaterlohOtto AdamErwin CasmirN. N.Jakob Erckradt-de-Bary

Der Deutsche Fechter-Bund wird von einem Präsidium mit sechs Mitgliedern geleitet. Das höchste Organ des Verbandes ist der Deutsche Fechtertag, der alle zwei Jahre zusammen tritt. In den Jahren ohne Deutschen Fechtertag übernimmt der Hauptausschuss Teile seiner Aufgaben. Seine Verbandsgerichtsbarkeit erfüllt der DFB mit einem Schiedsgericht und einem Disziplinargericht.

Für die inhaltliche Arbeit gibt es verschiedene ständige Ausschüsse:

  • Sportausschuss
  • Jugendausschuss
  • Ausschuss für das Kampfrichterwesen
  • Ausschuss für Medizin

Zur Unterstützung seiner Arbeit hat das Präsidium weitere Ausschüsse eingerichtet:

  • Ausschuss für Lehrwesen und Trainingswissenschaft
  • Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit

PräsidiumBearbeiten

Präsident ist derzeit Gorden Rapp. Ihm stehen die Vizepräsidenten Daniel Strigel (Sport/Jugendsport), Claus Janka (Sport International), Margit Budde (Breitensport) und Annita Herrmann (Finanzen) zur Seite. Komplettiert wird das Präsidium durch einen von den Sportlern selbst gewählten Aktivensprecher. Diese Funktion wird von Nicolas Limbach wahrgenommen.

Deutscher FechtertagBearbeiten

Der Deutsche Fechtertag ist das höchste Verbandsorgan. Dem Fechtertag gehören Delegierte der 20 Landesfachverbände, die Ehrenpräsidentin Erika Dienstl, die Ehrenmitglieder, die Mitglieder des Präsidiums, der Vorsitzende der Deutschen Fechterjugend und der Sprecher der Senioren an.

GeschichteBearbeiten

Deutscher Fechter-Bund (gegr. 1911)Bearbeiten

In Frankfurt am Main gründete sich am 17. Dezember 1911 der Deutsche Fechter-Bund. Zu seinen Gründungsmitgliedern gehörten der Gauverband Mittelrheinischer Fechtklubs, der Verband niederrheinischer Fechtvereine und der Norddeutsche Fechterbund sowie einzelne Vereine und sogar Einzelpersonen. Sein Zweck war die Vereinigung Deutscher Fechterverbände, -vereine und Einzelfechter, die Abhaltung von Turnieren auf nationaler Ebene und die Vertretung deutscher Interessen im Ausland.

1933-1945Bearbeiten

Die „Neuordnung des Deutschen Sports“ wurde am 24. Mai 1933 verfügt. Bereits ab Sommer 1933 wurden die Aufgaben des DFB vom Fachamt Fechten des „Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen“ wahrgenommen. Am 17. Dezember 1945 wurde das Fechten von den Zonenbefehlshabern der Besatzungsmächte in der Direktive Nr. 23 („Beschränkung und Entmilitarisierung des Sportwesens in Deutschland“) verboten.

NeugründungBearbeiten

Am 27. November 1949 wurde – nach Aufhebung des Verbots durch die Alliierten – der Deutsche Fechter-Bund e.V. mit Sitz in Bonn erneut gegründet.

WettkampfsportBearbeiten

Der Deutsche Fechter-Bund richtet jährlich deutsche Meisterschaften in allen Waffen und allen Alterklassen ab B-Jugend aus. Teilnahmeberechtigt sind die Besten der deutschen Rangliste (bei den Aktiven die besten 32) sowie die Besten der Landesranglisten (bei den Aktiven insgesamt 64).

JugendBearbeiten

Für den Geschäftsbereich „Jugend“ ist die Deutsche Fechterjugend (dfj) verantwortlich. Die dfj ist als DFB-Jugendorganisation rechtlich und organisatorisch in den DFB integriert, hat aber aufgrund der Bestimmungen des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (KJHG) eine Sonderrolle: die dfj kann eigenständig über ihre inhaltliche Arbeit und die Verwendung der ihr zufließenden Mittel entscheiden. Auch wird der Vorsitzende des Jugendvorstands nicht vom Deutschen Fechtertag und Jugendvorstandsmitglieder vom Präsidium berufen, sondern ein eigener Deutscher Jugendfechtertag wählt die Mitglieder des Jugendvorstands und kontrolliert ihre Arbeit. Inhaltlich ist die Deutsche Fechterjugend gem. der Satzung des DFB und der von ihr mit Zustimmung des Deutschen Fechtertages beschlossenen Jugendordnung für den Breitensport im Jugendbereich sowie für jugendpflegerische Maßnahmen zuständig. Die Deutsche Fechterjugend ist eine der Mitgliedsorganisationen der Deutschen Sportjugend. Vorsitzender des Jugendausschusses ist zurzeit Marcel Abts (VfL Bochum).

BreitensportBearbeiten

Die größte Veranstaltung im Breitensportbereich ist der Deutschlandpokal. Er wird in allen Waffen für Männer und Frauen getrennt ausgetragen.

Teilnahmeberechtigt sind dabei alle Fechtvereine und Fechtabteilungen die Mitglied im DFB sind, abgesehen von den jeweils ersten drei der letzten deutschen Aktiven-Mannschaftsmeisterschaft einer Waffe. Fechter, die aktuell oder in den letzten drei Jahren einem Kader des DFB angehörten, sind nicht startberechtigt.

Ausgetragen wird der Deutschlandpokal in Zweierbegegnungen. Dabei treten immer zwei Vereine in einem Mannschaftskampf nach den herkömmlichen Regeln des 3er-Mannschaftskampfes gegeneinander an. Die Mannschaften können aber Abweichungen (z.B. Staffettenmodus) vereinbaren.

Das Finale bestreiten die letzten 8 Mannschaften jeder Waffe an einem Ort. Hier wird im Stafettenmodus gefochten.

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