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Daniela Döring (* 27. Februar 1966 in Annahütte) ist eine deutsche Ingenieurin. Seit 2008 ist sie Professorin für Systemtechnik an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus.

Leben Bearbeiten

Döring wuchs in Senftenberg (Brandenburg) auf. Ihre Eltern sind der Physiker Wolf-Rüdiger Döring (1939*) und die Pharmazieingenieurin Jutta Döring (1941*). Döring besuchte die dortige Polytechnische Oberschule (Adolf-Hennecke-Oberschule). Der direkte Weg zum Abitur blieb ihr aus politischen Gründen verwehrt. Von 1982 bis 1985 machte sie eine Berufsausbildung zur MSR-Technikerin. Danach absolvierte sie eine dreijährige Dienstzeit als Unteroffizierin in der Nationalen Volksarmee.

Nach dem Wehrdienst holte Döring die Hochschulreife an der Technischen Hochschule Leipzig nach. Von 1989 bis 1994 absolvierte sie ebenda das Studium der Ingenieurwissenschaften in einem universitären Studiengang. Nach dem Hochschulstudium ging sie für einige Jahre in die Wirtschaft und arbeitete in einem Ingenieurbüro. Im Jahr 1998 wurde sie wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Ulrich Korn an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg. An dieser Einrichtung erlangte sie 2004 die Doktorwürde auf dem Gebiet der nichtlinearen Regelungstheorie. Seit 2008 hat sie das Amt einer Professorin an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus (bis 30. Juni 2013 Hochschule Lausitz) inne.

Mit der im Jahr 2011 erfolgten Buchveröffentlichung Eine kurze Einführung in die Systemtheorie[1] leistete sie einen Beitrag für ein besseres Verständnis systemtheoretischer Grundlagen in der akademischen Grundlagenausbildung. In der Forschung beschäftigt sich Döring mit der nichtlinearen adaptiven Regelung mittels Gain-Scheduling.[2]

Döring ist seit 1993 Mitglied der SPD. Im Jahr 2011 wurde sie stellvertretende Vorsitzende des Verbandes Hochschule und Wissenschaft (VHW) des Landes Brandenburg.

Veröffentlichungen (Auswahl) Bearbeiten

  • Entwurf eines nichtlinearen, dynamischen Gain-Schedulingreglers über den Ansatz der geschwindigkeitsbasierten Linearisierung.Otto-von-Guericke-Universität, Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik, U. Korn und D. Döring, Magdeburg 2000.
  • PI-Gain-Schedulingregler auf der Basis eines lokalen Reglernetzwerkes - eine Übersicht.Otto-von-Guericke-Universität, Fakultät für Elektro- und Informationstechnik, U. Korn und D. Döring, Magdeburg 2001.
  • Ein (L)yapunov-(M)atrix-(I)nequality-Regionenansatz für den Entwurf eines Gain-Schedulingzustandsreglers auf der Basis von normierten Gaußschen Radial-Basisfunktionen.Otto-von-Guericke-Universität, Fakultät für Elektro-und Informationstechnik, U. Korn und D. Döring, Magdeburg 2001.
  • Untersuchungen von Gain-Schedulingreglerentwürfen via LMI-Regionenansatz auf der Basis Gaußscher Radial-Basisfunktionen am Beispiel eines Neutralisationsprozesses.Otto-von-Guericke-Universität, Fakultät für Elektro- und Informationstechnik, D. Döring, Magdeburg 2002.

Schriften Bearbeiten

  • Ein Beitrag zur Synthese von Gain-Schedulingreglern unter Nutzung normierter Gaußscher Radial-Basisfunktionen. Logos Verlag, Berlin 2004, ISBN 3-8325-0465-6 (zgl Dissertation Universität Magdeburg 2004)
  • Eine kurze Einführung in die Systemtheorie. Lehr-und Übungsbuch. SpringerVieweg Verlag, 1.Auflage, 2011, ISBN 978-3-8348-1429-6

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Döring, Daniela: Eine kurze Einführung in die Systemtheorie. Lehr-und Übungsbuch. Vieweg-Teubner Verlag, 1. Auflage, 2011, ISBN 978-3-8348-1429-6
  2. Adamy, Jürgen: Nichtlineare Systeme und Regelungen. SpringerVieweg Verlag, 2. Auflage, 614 Seiten, 2014, ISBN 978-3-642-45012-9


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