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Bundesarchiv Bild 183-1990-0823-302, Chemnitzer FC, Trainer Christoph Franke

Christoph Franke (1990)

Christoph Franke (* 20. Dezember 1944 in Mülsen St. Jacob) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und heutiger -trainer.

Fußball-Laufbahn Bearbeiten

Fußballspieler Bearbeiten

Als aktiver Spieler absolvierte er 224 DDR-Oberligaeinsätze, wobei er 23 Tore erzielte (SC / 1. FC Leipzig 72/3, FC Karl-Marx-Stadt 152/20). Außerdem kam er für die DDR zu drei Junioren-Länderspielen, fünf Nachwuchs-Länderspielen und einem B-Länderspiel.

Seine Fußballkarriere begann er als 13-Jähriger bei der BSG Aktivist Martin Hoop Mülsen, der Sportgemeinschaft seines Heimatortes. 1959 wechselte er zur Nachwuchsabteilung der BSG Motor Zwickau und wurde dort zum Junioren-Nationalspieler. Seine drei Junioren-Länderspiele absolvierte er in den Jahren 1962 und 1963. Zum Saisonbeginn 1963/64 übernahm der SC Leipzig den talentierten Verteidiger. Am 28. März 1965 wurde Franke zum ersten Mal in einem Spiel der DDR-Oberliga eingesetzt. In der Begegnung des 14. Spieltages SC Leipzig - SC Aufbau Magdeburg (6:2) stand er als zentraler Abwehrspieler auf dem Feld und wurde auch danach regelmäßig auf dieser Position eingesetzt, sodass er am Saisonende bereits auf neun Oberligaeinsätze verweisen konnte. Bereits im Mai 1965 war er zu seinem ersten Nachwuchsländerspiel berufen worden. Franke blieb bis 1969 in Leipzig und wurde nach der Ausgliederung der Fußballabteilung aus dem SC Leipzig 1966 auch vom neu gegründeten 1. FC Lokomotive übernommen. Den Durchbruch zum Stammspieler schaffte er allerdings erst in der Saison 1967/68, als er alle 26 Oberliga-Punktspiele bestritt. Während seiner Leipziger Zeit erwarb er auch an der dortigen Sporthochschule DHFK sein Diplom als Sportlehrer.

Im Sommer 1969 wechselte Franke zum Oberligisten FC Karl-Marx-Stadt und wurde dort ebenfalls in der Verteidigung sofort zum Stammspieler. Am Ende der Saison stieg der FCK allerdings in die DDR-Liga ab, sodass Franke für ein Jahr bis zum sofortigen Wiederaufstieg in der Zweitklassigkeit spielen musste. In der DDR-Liga kam er elfmal zum Einsatz. Nach dem Wiederaufstieg spielte Franke noch weitere sechs Jahre für den FCK in der Oberliga. In seiner letzten Saison 1977/78 bestritt er nur noch die Begegnung des 1. Spieltages FCK - Vorwärts Frankfurt (3:1), in der noch einmal als Verteidiger aufgeboten wurde. Anschließend gehörte Franke noch für ein Jahr zum Aufgebot des DDR-Ligisten Motor Fritz Heckert Karl-Marx-Stadt.

Fußballtrainer Bearbeiten

Unmittelbar nach dem Ende seiner aktiven Karriere begann Christoph Franke als Nachwuchstrainer beim FC Karl-Marx-Stadt zu arbeiten. Von 1983 bis 1986 war er für die Junioren-Oberligamannschaft des FCK verantwortlich, die er 1986 zur DDR-Meisterschaft führte. 1988 wurde er unter Hans Meyer Assistenztrainer der DDR-Oberligamannschaft. Erst 1996 erhielt er nach der Entlassung von Reinhard Häfner seinen ersten Posten als Cheftrainer beim Chemnitzer FC und stieg kurze Zeit später mit der Mannschaft aus der 2. Bundesliga ab, schaffte jedoch 1999 den Wiederaufstieg. Am 7. September 2000 trennte sich der Verein aufgrund anhaltender Misserfolge von ihm. Unter Frankes Trainertätigkeit entwickelte er unter anderen auch Michael Ballack vom Nachwuchsspieler zum Fußballprofi in der 2. Bundesliga.

Im Jahr 2001 bekam Franke ein Trainerangebot des Traditionsvereins Dynamo Dresden, bei dem er am 1. Juli 2001 seine Arbeit aufnahm. Mit Dynamo Dresden schaffte er ab 2001 zwei Aufstiege in drei Jahren (von der Oberliga in die 2. Bundesliga) und 2005 den Klassenerhalt und 8. Platz in der zweithöchsten deutschen Spielklasse. In der Saison 2005/2006 überstand er trotz wiederholter Misserfolge ein Ultimatum um seine Entlassung, als sein Verein Dynamo Dresden neun Spiele hintereinander nicht gewinnen konnte. Massive Fanproteste gegen seine Entlassung, die in ihren Ausmaßen bisher in Deutschland einmalig waren, sicherten Christoph Franke seinen Arbeitsplatz als Trainer in Dresden. Nach zwölf Spielen ohne Sieg wurde er am 15. Dezember 2005 dann aber doch von seinem Amt entbunden. Er ist (Stand: 2018) der Dynamo-Dresden-Trainer mit der längsten Amtszeit nach der Wende und neben Uwe Neuhaus (2015–2018) nach 1990 der einzige mit einer Amtszeit von mehr als zwei Jahren.

Nachdem er im März 2008 sogar als Nachfolger von Eduard Geyer noch einmal bei Dynamo Dresden gehandelt wurde, trat er am 21. April 2008 den Posten als Cheftrainer beim Chemnitzer FC an und löste damit Tino Vogel ab. Bis zum Ende der Saison schaffte Franke den Aufstieg in die Regionalliga sowie den Gewinn des Sachsen-Pokals. Anschließend wurde er jedoch von Gerd Schädlich abgelöst.

Quellen Bearbeiten

Weblinks Bearbeiten


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