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Der Chor des Bayerischen Rundfunks in München ist ein Chor von 44 Berufssängerinnen und -sängern, der als Rundfunkchor dem Bayerischen Rundfunk angegliedert ist.

Die künstlerische Entwicklung des Chores des Bayerischen Rundfunks ist von jeher eng mit der des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks verbunden, da der Chor regelmäßig für gemeinsame Konzerte, Rundfunk- und CD-Produktionen von Werken der Chorsinfonik, Oratorien und auch Opern herangezogen wird. Ferner ist der Chefdirigent des Symphonieorchesters nominell zugleich Chefdirigent des Chores, der daneben aber auch einen eigenen künstlerischen Leiter hat. Der Chor wurde schon immer stark durch den jeweiligen Chefdirigenten einerseits und durch den Künstlerischen Leiter andererseits geprägt.

Geschichte Bearbeiten

Der Chor des Bayerischen Rundfunks wurde am 1. Mai 1946 unter Robert Seiler gegründet und ist der älteste der drei Klangkörper des Senders. 1950 erweiterten sich die Aufgaben des Chores durch die Neugründung des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks. 1961 vergrößerte sich der Chor von 28 auf 48 Mitglieder.

1990 wurde Michael Gläser künstlerischer Leiter des Chors und feierte seinen Einstand bei einem A-cappella-Konzert im Schloss Dachau. In seiner bis 2005 dauernden Amtszeit schaffte es Gläser, neben den gemeinsamen Auftritten mit dem Symphonieorchester eine eigene Chor-Abonnementreihe im Münchner Prinzregententheater zu etablieren. Nach sehr erfolgreichen 15 Jahren feierte Michael Gläser im Juni 2005 seinen Abschied. Nachfolger wurde zu Saisonbeginn 2005/2006 der 1978 geborene Holländer Peter Dijkstra.

Erfolge Bearbeiten

Neben einer besonderen Klang-Homogenität wird dem Chor ein außergewöhnliches Repertoire gesanglicher Vielfalt der Vokalmusik vom Barock bis zur Gegenwart nachgesagt. Nicht zuletzt deshalb genießt der Chor weltweit ein sehr hohes Ansehen.

Der Chor gastiert regelmäßig bei europäischen Spitzenorchestern wie Nederlands Philharmonisch Orkest, Philharmonia Orchestra London, Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI Turin, dem Sinfonieorchester des Norddeutschen Rundfunks in Hamburg oder bei den Berliner und Wiener Philharmonikern. Im Mai 2004 feierte er sein Debüt in den USA mit dem American Symphony Orchestra unter Leon Botstein in New York.

Zusammen mit dem Symphonieorchester gewann der Chor 1966 unter Rafael Kubelik den goldenen Schallplattenpreis für die Einspielung von Arnold Schönbergs Gurre-Liedern. 1973 gewann der Chor erneut den goldenen Schallplattenpreis für die Aufnahme von Hans Pfitzners Oper Palestrina. 2006 gewannen Mariss Jansons, Sergei Aleksaschkin und Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks für ihre Aufnahme der 13. Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch einen Grammy Award in der Kategorie „Beste Orchesterdarbietung“. Vielfach prämiert wurde die CD-Einspielung von Arnold Schönbergs Gurre-Liedern unter der Leitung von Michael Gielen, die 2006 vom Chor des Bayerischen Rundfunks gemeinsam mit dem MDR Rundfunkchor Leipzig und dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg eingespielt wurde. Sie erhielt den Preis der deutschen Schallplattenkritik 2007, den Midem Classical Award 2008 als „Beste Choraufnahme“ und wurde für den Grammy Award 2008 nominiert. 2009 wurden Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks für die CD-Einspielung von Robert Schumanns Paradies und die Peri unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt als „Beste Choreinspielung des 19. Jahrhunderts“ mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet.

Künstlerische Leiter Bearbeiten

  • 1946–1949: Robert Seiler
  • 1949–1958: Josef Kugler
  • 1958–1963: Kurt Prestel
  • 1963–1969: Wolfgang Schubert
  • 1969–1981: Heinz Mende und Josef Schmidhuber
  • 1981–1984: Gordon Kember
  • 1986–1990: Hans-Peter Rauscher
  • 1990–2005: Michael Gläser
  • seit 2005: Peter Dijkstra

Weblinks Bearbeiten


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