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Carl Klop[1] [2] [3] [4] [5] * 22. Juli 1804 in Bevensen bei Uelzen; † 25. April 1840[6] in Hannover)[3] war ein deutscher Lehrer, Inspektor der Hofschule in Hannover, Freimaurer,[6] Hofkaplan[2] und evangelischer Pastor.[6]

Leben Bearbeiten

Hannover Gartenfriedhof Grabmal Klopp

Der dreiseitige Obelisk auf dem Gartenfriedhof in Hannover

Carl Levin Klopp (so die Schreibweise im Taufeintrag) wurde während der sogenannten „Franzosenzeit“ am 23. Juli 1804 in Bevensen ev.-luth. getauft als Sohn des Mühlenschreiber Johann Friedrich Klopp und seiner Ehefrau Charlotte Christiane Lindemann[7]. Er absolvierte nach seiner Schulzeit ein Studium in Göttingen an der dortigen Universität.[6] In der Residenzstadt des Königreichs Hannover wirkte er zunächst an der Königlichen Hofschule, bevor er ab 1833 - neben seiner Tätigkeit als Hofkaplan der Schlosskirche - an der Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis im hannoverschen Stadtteil Calenberger Neustadt als „pastor adjunctus“ tätig wurde, als zweiter Prediger neben dem General- und Spezialsuperintendent Oberkonsistorialrat Johann Conrad Achaz Holscher.[2]

Carl Levin Clop war Mitglied und von 1833 bis 1834 substituierter Redner und von 1834 bis 1840 deputierter Logenmeister der St. Johannis-Loge zur Ceder in Hannover. Er dichtete das dann bei allen Tafellogen gesungene „Cederlied“ Zum Himmel will des Maurers Bau sich heben,[8] das er vor dem Jahr 1835 schuf.[9] In der selben Loge gab er 1838 seine 24 Seiten umfassende Schrift Votum über die Zulassung der Juden zum Maurerbund ab, worauf Wilhelm Blumenhagen im gleichen Jahr mit seiner Schrift Wo ist der Platz der Freimaurerei in der Menschheit? eine liberale Gegenposition einnahm.[10] Klops Schrift findet sich heute in der Bibliothek des Deutschen Freimaurermuseums in Bayreuth,[11] seine Auseinandersetzung mit Blumenhagen wurde von von dem Historiker Stefan-Ludwig Hoffmann in einem Aufsatz über Juden und Freimaurer im 19. Jahrhundert behandelt.[10]

Zum 1. Oktober 1839 trat Carl Klop die Stelle als Pastor der Gartenkirche St. Marien an. Hier konnte er jedoch nur kurze Zeit als Prediger und Seelsorger wirken, da er schon kurz darauf im Alter von nur 35 Lebensjahren verschied. In seinem Todesjahr 1840[1] wohnte der Pastor der Gartenkirche laut dem Adreßbuch der königlichen Residenzstadt Hannover noch beim Aegidientor im Vorort Kirchwende.[12] Seine Witwe Ida Klop, geborene Wedemeier, war schon im Folgejahr 1841 in das Haus Marktstraße 490 umgezogen.[13]

Der seinerzeitige Königlich Hannoversche Leibchirurg Georg Philipp Holscher[14] hielt 1840 eine Rede wegen Ablebens des Br. Klop, die in dem 1912 erschienen Katalog der gemeinschaftlichen maurerischen Büchersammlung der Freimaurer-Logen Friedrich zum Weißen Pferde, zum Schwarzen Bär und zur Ceder in Hannover verzeichnet war.[15]

Klops Logenbrüder von der Freimaurerloge „Zur Zeder“ setzten ihm einen dreiseitigen Obelisken, ein mit einer Widmung versehenes Grabmal auf dem Gartenfriedhof in Hannover, das in Form und Symbolik ganz der freimaurerischen Tradition der aufgeklärten Gesellschaft des 18. Jahrhunderts entspricht.[1] Die Inschrift des Denkmals erfasste der Historiker Hinrich Hesse später wie folgt: „Ihrem Bruder Pastor Carl Klop geb. am 22. Juli 1805 gest. am 25. April 1840 setzten dieses Denkmal seine Brüder der Loge zur Ceder als irdisches Zeichen treuester Liebe und wahrer Verehrung.“[16]

Schriften (Auswahl) Bearbeiten

  • Karl Klop: Votum über die Zulassung der Juden zum Maurerbund. Abgegeben in der vollkommenen und gerechten St.-Johannis-Loge zur Ceder im Orient von Hannover, Hannover: Jänecke, 1838

Literatur Bearbeiten

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. 1,0 1,1 1,2 Angelika Weißmann (Text), Silke Beck, Nadine Köpper, Claudia Wollkopf (Redaktion): Carl Klop, in dies.: Der ehemalige Gartenfriedhof. Ein Gartendenkmal von überregionaler Bedeutung. Hrsg: Landeshauptstadt Hannover, der Oberbürgermeister, Fachbereich Umwelt und Stadtgrün, Hannover: 2019, S. 42
  2. 2,0 2,1 2,2 Hermann Wilhelm Bödeker: Die Reformation der Altstadt Hannover im Jahr 1533. Eine Vorbereitungsschrift auf die dritte Gedächtnisfeier des Übertritts unserer Stadt zu der protestantischen Kirche. Nebst Verzeichnis der hier angestellt gewesenen evangelischen Kirchendiener ..., Hannover: Hahnsche Hofbuchhandlung, 1833, S. 26, 30; Digitalisat über Google-Bücher
  3. 3,0 3,1 Neuer Nekrolog der Deutschen, 18. Jahrgang, 1840, zweiter Teil, Weimar: Druck und Verlag von Bernhard Friedrich Voigt, 1842, S. 1366; Digitalisat über Google-Bücher
  4. o.V.: Evangelisch-lutherische Gartenkirche St. Marien / Ehemalige Pastoren auf der Seite gartenkirche.de [ohne Datum], zuletzt abgerufen am 27. Mai 2019
  5. Friedrich Wilhelm Andreae: Chronik der Residenzstadt Hannover von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart. Nach den besten Quellen bearbeitet von Fried. Wilh. Andreae, Dr. phil. und Inhaber einer höhern Privat-Töchterschule, Hildesheim: Finkesche Buchhandlung (G. F. Schmidt), 1859, S. 173; Digitalisat über Google-Bücher
  6. 6,0 6,1 6,2 6,3 o.V.: Klop, Carl Levin in der Datenbank Niedersächsische Personen (Neueingabe erforderlich) der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek in der Version vom 27. Juli 2006, zuletzt abgerufen am 27. Mai 2019
  7. Ortsfamilienbuch Bevensen
  8. Hermann Müller: Die St. Johannis-Loge zur Ceder. Eine Festgabe zum 100jährigen Stiftungsfeste am 20. 9. 1877 Hannover: Hofbuchdruckerei Gebrüder Jänecke, 1877, S. 21, 56, 61; Carl Klop in der Google Buchsuche
  9. Vergleiche die Angaben auf der Seite loge-zur-wahrheit.de [ohne Datum], zuletzt abgerufen am 30. Mai 2019
  10. 10,0 10,1 Stefan-Ludwig Hoffmann: Bürger zweier Welten? Juden und Freimaurer im 19. Jahrhundert, in Andreas Gotzmann, Rainer Liedtke, Till van Rahden (Hrsg.): Juden, Bürger, Deutsche. Zur Geschichte von Vielfalt und Differenz 1800–1933 ( = Schriftenreihe wissenschaftlicher Abhandlungen des Leo-Baeck-Instituts, Band 63), Tübingen: Mohr Siebeck, 2001, ISBN 978-3-16-147498-9 und ISBN 3-16-147498-8, S. 147–170; hier: S. 103 f.; Carl Klop in der Google Buchsuche
  11. Vergleiche die Angaben auf der Seite bibliothek.schaper.org
  12. Adreßbuch der königlichen Residenzstadt Hannover für das Jahr 1840, Zweite Abteilung, Alphabetisches Verzeichnis der Einwohner der Stadt ..., S. 160; Digitalisat der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek
  13. Adreßbuch der königlichen Residenzstadt Hannover für das Jahr 1841, Zweite Abteilung, Alphabetisches Verzeichnis der Einwohner der Stadt ..., S. 180; Digitalisat
  14. Dirk Böttcher: Holscher, Georg Philipp, in: Hannoversches Biographisches Lexikon, S. 176; Carl Klop in der Google Buchsuche
  15. 15,0 15,1 Ernst Nasemann (Bearb.): Katalog der gemeinschaftlichen maurerischen Büchersammlung der Freimaurer-Logen Friedrich zum Weißen Pferde, zum Schwarzen Bär und zur Ceder in Hannover, 1912, S. 129; Digitalisat der Staatsbibliothek zu Berlin
  16. Vergleiche die Angaben auf der Seite des Vereins Renaissance Gartenfriedhof


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