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Die Carl Friedrich von Siemens Stiftung dient dem Ziel der Förderung der Wissenschaften. Sie wurde 1958 auf Initiative des Unternehmers Ernst von Siemens gegründet.

Geschichte Bearbeiten

Ernst von Siemens hat die Stiftung aus seinem Privatvermögen unterstützt und ihr neben der Ernst von Siemens Musikstiftung und der Ernst von Siemens Kunststiftung sein privates Vermögen vermacht. Sie trägt den Namen des Familienmitglieds Carl Friedrich von Siemens, der zwischen 1919 und 1941 Aufsichtsratsvorsitzender des heutigen Siemens-Konzerns war. Von 1984 bis zu seinem Tode 2008 war Heinz Gumin Vorstandsvorsitzender der Stiftung. Geschäftsführer der Stiftung war ab 1964 der Publizist Armin Mohler, 1985 wurde Heinrich Meier Nachfolger Mohlers.

Schwerpunkte Bearbeiten

Die Stiftung hat folgende Schwerpunkte:

  • Veranstaltung wissenschaftlicher Vortragsreihen mit Vorträgen einzelner Referenten, interdisziplinäre Vortragsreihen sowie deren Publikation (seit 1958).
  • Gastveranstaltungen, vor allem wissenschaftliche Konferenzen und internationale Symposien, bei denen die Einrichtungen der Stiftung zur Verfügung gestellt werden. Die Themen sind fächerübergreifend und reichen von naturwissenschaftlichen Themen über Literatur- und Musikwissenschaft bis hin zu philosophischen und kulturhistorischen Aspekten. Besonders gefördert werden soll dabei der Kontakt zwischen deutschen und ausländischen Wissenschaftlern.
  • Vergabe der Carl Friedrich von Siemens Fellowships an hervorragende Wissenschaftler (seit 1993). Mit diesen Stipendien wird der Abschluss von Forschungen hervorragender Wissenschaftler gefördert.
  • Einrichtung einer Stiftungsprofessur an der TU Dresden.
  • Förderprogramm zur Ergänzung der dringend benötigten wissenschaftlichen Literatur für Universitätsbibliotheken in den neuen Bundesländern.

In den 1990er Jahren wurde die Stiftung von antifaschistischen Autoren als bedeutende neurechte Einrichtung beschrieben; so beschreibt Wolfgang Purtscheller sie im Zusammenhang mit Armin Mohler als „Kaderschmiede“.[1] Peter Kratz kritisierte die Stiftung 1991 als „vielleicht wichtigste Einrichtung ‚neurechter‘ Ideologiebildung und ihrer Vernetzung mit konservativer Politik und Kapitalinteressen im deutschsprachigen Raum“.[2]

Literatur Bearbeiten

  • Armin Mohler: Fünfundzwanzig Jahre Carl-Friedrich-von-Siemens-Stiftung. München 1985.

QuellenBearbeiten

  1. Wolfgang Purtscheller, Heribert Schiedel: Theorien der »Neue Rechten«. In: Wolfgang Purtscheller (Hrsg.): Die Ordnung die sie meinen. »Neue Rechte« in Österreich. Picus Verlag, Wien 1994, S. 19
  2. Peter Kratz: Siemens zum Beispiel. Kapitalinteressen der »Neuen Rechten«. In: Raimund Hethey, Peter Kratz (Hrsg.): In bester Gesellschaft. Antifa-Recherche zwischen Konservatismus und Neo-Faschismus. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 1991, ISBN 3-923478-46-1.

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