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Präsidentin war Renate Stahl, früher Geschäftsführerin des [[REFA]] Rheinland Pfalz/Saar e.V., Verband für Arbeitsgestaltung, Betriebsorganisation und Unternehmensentwicklung, Saarbrücken. Sie wurde bei der rechtsgerichteten Zeitschrift [[Junge Freiheit]] als Autorin geführt<ref>{{Webarchiv | url=http://www.jungefreiheit.de/Autoren.52.0.html | wayback=20080101085609 | text=Liste der Autoren der Jungen Freiheit}}</ref> und veröffentlichte dort im Oktober 2001 eine Stellungnahme des BDS gegen den Regierungsentwurf eines „Gesetzes zur Stärkung der vertraglichen Stellung von Urhebern und ausübenden Künstlern“, indem sie sich gegen die Stärkung von Autorenrechten gegen [[Selbstkostenverlag|Pseudoverlage]] in dem von der Bundesregierung beabsichtigten Gesetzesentwurf aussprach.<ref>[http://www.jungefreiheit.de/Archiv.611.0.html Urheberrecht reformieren? Pro&Contra.]</ref>
 
Präsidentin war Renate Stahl, früher Geschäftsführerin des [[REFA]] Rheinland Pfalz/Saar e.V., Verband für Arbeitsgestaltung, Betriebsorganisation und Unternehmensentwicklung, Saarbrücken. Sie wurde bei der rechtsgerichteten Zeitschrift [[Junge Freiheit]] als Autorin geführt<ref>{{Webarchiv | url=http://www.jungefreiheit.de/Autoren.52.0.html | wayback=20080101085609 | text=Liste der Autoren der Jungen Freiheit}}</ref> und veröffentlichte dort im Oktober 2001 eine Stellungnahme des BDS gegen den Regierungsentwurf eines „Gesetzes zur Stärkung der vertraglichen Stellung von Urhebern und ausübenden Künstlern“, indem sie sich gegen die Stärkung von Autorenrechten gegen [[Selbstkostenverlag|Pseudoverlage]] in dem von der Bundesregierung beabsichtigten Gesetzesentwurf aussprach.<ref>[http://www.jungefreiheit.de/Archiv.611.0.html Urheberrecht reformieren? Pro&Contra.]</ref>
   
Arbeitsschwerpunkt des Bundes Deutscher Schriftsteller war u. a. die Publikation eines „Registers unveröffentlichter Werke“, die Einträge darin waren für den Autor kostenpflichtig: „zur Deckung der Kosten“ für das erste Jahr je angemeldetem Werk eine Gebühr von 15 Euro, für jedes weitere Jahr 10 Euro.<ref>{{Webarchiv | url=http://bund-deutscher-schriftsteller.de/register.htm | wayback=20140827071955 | text=''Register unveröffentlichter Werke''}}, vormals online unter ''bund-deutscher-schriftsteller.de''</ref> Außerdem gab der Verein ein ''Deutsches Schriftstellerlexikon'' heraus, in das sich Autoren mit Daten zu Person und Werken eintragen lassen konnten.<ref>{{Webarchiv | url=http://bund-deutscher-schriftsteller.de/schriftstellerlexikon.htm | wayback=20140826090845 | text=''Deutsches Schriftstellerlexikon''}}, vormals online unter ''bund-deutscher-schriftsteller.de''</ref>
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Der Bund Deutscher Schriftsteller publizierte ein „Register unveröffentlichter Werke“, die Einträge darin waren für den Autor kostenpflichtig.<ref>{{Webarchiv | url=http://bund-deutscher-schriftsteller.de/register.htm | wayback=20140827071955 | text=''Register unveröffentlichter Werke''}}, vormals online unter ''bund-deutscher-schriftsteller.de''</ref>Außerdem gab der Verein ein ''Deutsches Schriftstellerlexikon'' heraus, in das sich Autoren mit Daten zu Person und Werken eintragen lassen konnten.<ref>{{Webarchiv | url=http://bund-deutscher-schriftsteller.de/schriftstellerlexikon.htm | wayback=20140826090845 | text=''Deutsches Schriftstellerlexikon''}}, vormals online unter ''bund-deutscher-schriftsteller.de''</ref>
   
 
Kritiker warfen dem BDS Verbindungen zur umstrittenen [[Frankfurter Verlagsgruppe]] vor, zu der u.a. die [[Selbstkostenverlag|Pseudoverlage]] August Goethe Verlag, Cornelia Goethe Verlag und Fouqué Verlag gehören.<ref>{{Webarchiv | url=http://www.sueddeutsche.de/kultur/zuschuss-verlage-im-land-der-dichter-und-taeuscher-1.970341-2 | wayback=20100709020947 | text=Süddeutsche Zeitung vom 6.Juli 2010}}</ref> Das wurde später sowohl vom BDS als auch von der Frankfurter Verlagsgruppe bestätigt und steht auch gerichtlich fest.<ref>Landgericht Frankfurt am Main vom 17. Mai 2005, Az: 2-03 O 730/04</ref> Das Oberlandesgericht Köln stellte fest: „Die vorgebrachten Umstände weisen klar auf eine solche Zugehörigkeit des BDS hin.“ Denn: „Hierfür kommt es nicht auf im unternehmenstechnischen Sinne bestehende Verbindungen&nbsp;– etwa eine gesellschaftsrechtliche Konzernverflechtung&nbsp;– an, sondern … darauf, ob der BDS seiner personellen Struktur oder seinem Unternehmenszweck nach in enger Verbindung mit der klägerischen Verlagsgruppe steht.“<ref>[https://openjur.de/u/135123.html Oberlandesgericht Köln vom 16. Dezember 2008, Az: 15 U 116/08]</ref> Eine Klage der Frankfurter Verlagsgruppe gegen einen Artikel des [[Autorenhaus Verlag]]s, der Verflechtungen der Verlagsgruppe unter anderem mit dem Bund Deutscher Schriftsteller, der World Writers Association (WWA) und der Brentano-Gesellschaft Frankfurt mbH nahelegte, blieb ebenfalls erfolglos.
 
Kritiker warfen dem BDS Verbindungen zur umstrittenen [[Frankfurter Verlagsgruppe]] vor, zu der u.a. die [[Selbstkostenverlag|Pseudoverlage]] August Goethe Verlag, Cornelia Goethe Verlag und Fouqué Verlag gehören.<ref>{{Webarchiv | url=http://www.sueddeutsche.de/kultur/zuschuss-verlage-im-land-der-dichter-und-taeuscher-1.970341-2 | wayback=20100709020947 | text=Süddeutsche Zeitung vom 6.Juli 2010}}</ref> Das wurde später sowohl vom BDS als auch von der Frankfurter Verlagsgruppe bestätigt und steht auch gerichtlich fest.<ref>Landgericht Frankfurt am Main vom 17. Mai 2005, Az: 2-03 O 730/04</ref> Das Oberlandesgericht Köln stellte fest: „Die vorgebrachten Umstände weisen klar auf eine solche Zugehörigkeit des BDS hin.“ Denn: „Hierfür kommt es nicht auf im unternehmenstechnischen Sinne bestehende Verbindungen&nbsp;– etwa eine gesellschaftsrechtliche Konzernverflechtung&nbsp;– an, sondern … darauf, ob der BDS seiner personellen Struktur oder seinem Unternehmenszweck nach in enger Verbindung mit der klägerischen Verlagsgruppe steht.“<ref>[https://openjur.de/u/135123.html Oberlandesgericht Köln vom 16. Dezember 2008, Az: 15 U 116/08]</ref> Eine Klage der Frankfurter Verlagsgruppe gegen einen Artikel des [[Autorenhaus Verlag]]s, der Verflechtungen der Verlagsgruppe unter anderem mit dem Bund Deutscher Schriftsteller, der World Writers Association (WWA) und der Brentano-Gesellschaft Frankfurt mbH nahelegte, blieb ebenfalls erfolglos.

Version vom 23. Oktober 2017, 16:19 Uhr

Der Bund Deutscher Schriftsteller (BDS) e.V. war 1997 mit dem erklärten Ziel gegründet worden, „vor allem neue Autoren, die ihr erstes Manuskript veröffentlichen wollen“, an Verlage zu vermitteln. Sitz des Vereins ist Dietzenbach. Er vergab in der Vergangenheit vier Mal den „BDS-Literaturpreis“: 1997 an Ilse Pohl, 1998 an Anja Lundholm sowie an die Kinder- und Jugendbuchautoren Max Kruse (1998) und Cornelia Funke (2004 ),[1] die sich beide später davon distanzierten.

Präsidentin war Renate Stahl, früher Geschäftsführerin des REFA Rheinland Pfalz/Saar e.V., Verband für Arbeitsgestaltung, Betriebsorganisation und Unternehmensentwicklung, Saarbrücken. Sie wurde bei der rechtsgerichteten Zeitschrift Junge Freiheit als Autorin geführt[2] und veröffentlichte dort im Oktober 2001 eine Stellungnahme des BDS gegen den Regierungsentwurf eines „Gesetzes zur Stärkung der vertraglichen Stellung von Urhebern und ausübenden Künstlern“, indem sie sich gegen die Stärkung von Autorenrechten gegen Pseudoverlage in dem von der Bundesregierung beabsichtigten Gesetzesentwurf aussprach.[3]

Der Bund Deutscher Schriftsteller publizierte ein „Register unveröffentlichter Werke“, die Einträge darin waren für den Autor kostenpflichtig.[4]Außerdem gab der Verein ein Deutsches Schriftstellerlexikon heraus, in das sich Autoren mit Daten zu Person und Werken eintragen lassen konnten.[5]

Kritiker warfen dem BDS Verbindungen zur umstrittenen Frankfurter Verlagsgruppe vor, zu der u.a. die Pseudoverlage August Goethe Verlag, Cornelia Goethe Verlag und Fouqué Verlag gehören.[6] Das wurde später sowohl vom BDS als auch von der Frankfurter Verlagsgruppe bestätigt und steht auch gerichtlich fest.[7] Das Oberlandesgericht Köln stellte fest: „Die vorgebrachten Umstände weisen klar auf eine solche Zugehörigkeit des BDS hin.“ Denn: „Hierfür kommt es nicht auf im unternehmenstechnischen Sinne bestehende Verbindungen – etwa eine gesellschaftsrechtliche Konzernverflechtung – an, sondern … darauf, ob der BDS seiner personellen Struktur oder seinem Unternehmenszweck nach in enger Verbindung mit der klägerischen Verlagsgruppe steht.“[8] Eine Klage der Frankfurter Verlagsgruppe gegen einen Artikel des Autorenhaus Verlags, der Verflechtungen der Verlagsgruppe unter anderem mit dem Bund Deutscher Schriftsteller, der World Writers Association (WWA) und der Brentano-Gesellschaft Frankfurt mbH nahelegte, blieb ebenfalls erfolglos.

Nachdem bereits ab Februar 2015 die vereinseigene Domain nicht mehr abrufbar war, wurde am 22. Juli 2016 der Verein auch aus dem Vereinsregister beim Amtsgericht Offenbach am Main gelöscht (Amtsgericht Offenbach am Main Aktenzeichen: VR 1740).

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Register unveröffentlichter Werke (Memento vom 26. August 2014 im Internet Archive), vormals online unter bund-deutscher-schriftsteller.de
  2. Liste der Autoren der Jungen Freiheit (Memento vom 1. Januar 2008 im Internet Archive)
  3. Urheberrecht reformieren? Pro&Contra.
  4. Register unveröffentlichter Werke (Memento vom 27. August 2014 im Internet Archive), vormals online unter bund-deutscher-schriftsteller.de
  5. Deutsches Schriftstellerlexikon (Memento vom 26. August 2014 im Internet Archive), vormals online unter bund-deutscher-schriftsteller.de
  6. Süddeutsche Zeitung vom 6.Juli 2010 (Memento vom 9. Juli 2010 im Internet Archive)
  7. Landgericht Frankfurt am Main vom 17. Mai 2005, Az: 2-03 O 730/04
  8. Oberlandesgericht Köln vom 16. Dezember 2008, Az: 15 U 116/08
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