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Britta Heidemann
Medaillenspiegel

Fechten

DeutschlandFlag of Germany Deutschland
Olympische Spiele
0Silber0 2004 Athen Degen (Mannschaft)
0Gold0 2008 Peking Degen (Einzel)

Britta Heidemann (* 22. Dezember 1982 in Köln) ist eine deutsche Fechterin des TSV Bayer 04 Leverkusen. 2007 wurde sie in St. Petersburg Weltmeisterin mit dem Degen, 2008 Olympiasiegerin in Peking, 2009 wurde sie Europameisterin in Plovdiv.

Leben Bearbeiten

Heidemann besuchte das Apostelgymnasium in Köln. Mitte der 1990er Jahre fuhr sie zum ersten Mal mit ihrer Familie nach China. Zu Beginn der Oberstufe ging sie dann im Sommer 1999 für drei Monate nach Peking. Nach ihrem Abitur absolvierte sie dort 2001 auch ein Praktikum bei der Bayer AG. Britta Heidemann hat im Jahr 2008 das Studium der Regionalwissenschaften China[1] an der Universität Köln erfolgreich absolviert[2] Ihre Diplomarbeit befasst sich mit der Entwicklung alternativer Energien in China, besonders der Windkraft, und deren rechtlichen Rahmenbedingungen. Sie wurde mit einer Note von 1,8 bewertet.[3] Heidemann wohnt zur Zeit in Köln. Sie spricht fließend Chinesisch.[2] Sie arbeitet freiberuflich als Unternehmensberaterin für die Bereiche China, Erneuerbare Energien, Sport und Management. Darüber hinaus engagiert sie sich sozial in vielen Bereichen. So ist Britta Heidemann u.a. Schirmherrin der Sozialkampagne "Kinderträume 2011" des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Seit 2010 ist sie zudem Kuratoriumsmitglied der Bundesliga-Stiftung, die sich für sozial Schwache und Benachteiligte sowie die deutschen Nachwuchssportler einsetzt. Im Jahr 2009 wurde sie mit dem Sparkassenpreis für Vorbilder im Sport geehrt. Als typische Kölnerin macht sie auch bei den Roten Funken mit.[4]

Sportliche Karriere Bearbeiten

Mit 14 Jahren hatte Britta Heidemann relativ spät den ersten Kontakt mit dem Fechtsport. Schon vorher war sie eine erfolgreiche Leichtathletin und Schwimmerin. Über den Friesenkampf wurde sie ab 1995 an das Florettfechten herangeführt. Fünfmal wurde sie Deutsche Friesenkampf-Meisterin. Zwei Jahre später wechselte sie zum Degenfechten. Bis zum Jahr 2000 nahm sie am Modernen Fünfkampf teil, erst Ende 2000 begann sie sich auf das Fechten zu spezialisieren. Bereits ein Jahr später wurde dies mit internationalen Titeln belohnt.

Erfolge im Degenfechten Bearbeiten

2001 wurde sie Vize-Juniorenweltmeisterin und Junioren-Europameisterin. 2002 wurde sie Weltmeisterschafts-Dritte, 2003 Weltmeisterschafts-Zweite mit der Mannschaft. 2004 belegte sie den dritten Platz im Mannschafts-Weltcup. Bei den Olympischen Sommerspielen 2004 in Athen erreichte sie in der Mannschaft mit Claudia Bokel und Imke Duplitzer Silber hinter der Mannschaft aus Russland. 2007 wurde sie Weltmeisterin im Einzel in Sankt Petersburg. Bei den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking gewann sie im Einzelwettbewerb die Goldmedaille. Ein Jahr später, im Jahr 2009 sicherte sich Heidemann mit dem Europameistertitel das Triple und ist somit die erste Degenfechterin, die alle drei großen Titel gleichzeitig innehatte. Neben dieser einmaligen Leistung erzielte Heidemann auch zahlreiche Erfolge bei Weltcupturnieren. Dies führte dazu, dass sie seit Beginn des Jahres 2008 bis zum heutigen Tag ununterbrochen die Nummer 1 der Weltrangliste ist (Stand: September 2010).

Sonstiges Bearbeiten

In der Ausgabe September 2004 ließ sie sich für das Magazin Playboy nackt fotografieren.[5] Britta Heidemann gilt in China neben Dirk Nowitzki und Timo Boll als die bekannteste und beliebteste deutsche Sportlerin. Im Jahr 2008 wurde ihr die Ehre zuteil, als erster ausländischer Sportler in der chinesischen Ausgabe des "Sportstudios" aufzutreten. Dort war sie in einem 45-minütigen Live-Interview auf Chinesisch zu sehen. Die damalige Sendung hatte eine Zuschauerzahl von ca. 150 Millionen Menschen.

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Interview im ZDF-Morgenmagazin vom 11. März 2008
  2. 2,0 2,1 focus.de: Fragebogen Britta Heidemann, vom 11. August 2008
  3. Nach Homepage-Biographie (Zugriff Januar 2009)
  4. Ich bin so richtig gut gelaunt, Interview im Kölner Stadtanzeiger, 5. Januar 2010 S. 27 und online am 4. Januar 2010 (Zugriff 20. Januar 2010)
  5. http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-48038.html

Weblinks Bearbeiten


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
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