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Bernd Jakubowski 1971

Jakubowski 1971

Bernd Jakubowski (* 10. Dezember 1952 in Rostock; † 25. Juli 2007) war Fußballtorwart in der DDR-Oberliga, wo er für Hansa Rostock und Dynamo Dresden das Tor hütete. Er wurde in der B-Nationalmannschaft, der DDR-Olympiaauswahl und in den Nachwuchs-Nationalmannschaften eingesetzt.

Fußball-Laufbahn Bearbeiten

Bernd Jakubowski begann seine Fußballkarriere beim FC Hansa Rostock. Bereits als Juniorenspieler kam er zu Auswahlehren und bestritt in den Jahren 1970 und 1971 mit der Junioren-Nationalmannschaft der DDR 20 Länderspiele. Am 25. Mai 1970 stand er in der Juniorenauswahl, die nach einem 1:1 gegen die Niederlande und Losentscheid für die DDR das UEFA-Jugendturnier, inoffizielle Junioren-Europameisterschaft, gewann.

Nachdem der 1,88 m große Jakubowski für den Männerbereich spielberechtigt geworden war, wurde er zunächst in der 2. Mannschaft des FC Hansa eingesetzt, die in der zweitklassigen DDR-Liga spielte. Dort bestritt er sein erstes Spiel am 8. November 1970. In der Saison 1971/72 gab Jakubowski seinen Einstand in der Oberligamannschaft der Hanseaten. Am 11. September 1971 wurde er in der Begegnung des 5. Spieltages Stahl Riesa - FC Hansa (1:3) für den verletzten Stammtorwart Dieter Schneider eingewechselt. Im Laufe dieser Saison kam er noch in drei weiteren Oberligaspielen zum Einsatz, war aber im übrigen mit 16 von 22 Punktspieleinsätzen Stammtorhüter der 2. Mannschaft. 1972/73 konnte er sich weder in der 1. noch in der 2. Mannschaft dauerhaft behaupten, konnte sich jedoch in der DDR-Nachwuchsnationalmannschaft etablieren, in der er zwischen 1972 und 1975 15 Länderspiele bestritt. Seine erfolgreichste Saison bei Hansa Rostock hatte Jakubowski in der Spielzeit 1973/74, als er wiederum in Vertretung für den verletzten Schneider 16 Oberligaspiele bestritt. Nach Schneiders Genesung rückte wieder in das zweite Glied zurück, kam aber noch elfmal in den Punktspielen der Oberligasaison 1974/75 zum Einsatz. Es war seine letzte Oberligaspielzeit in Rostock, denn 1975/76 musste Hansa nach Abstieg in der DDR-Liga spielen, in der Jakubowski achtmal Schneider vertrat.

Nach dem Wiederaufstieg im Sommer 1976 gab Hansa Rostock, dem neben Schneider mit Aul und Desens zwei weitere junge Torwarttalente zur Verfügung standen, Jakubowski im Laufe der Saison 1976/77 an den DDR-Fußballmeister Dynamo Dresden ab, für den in der restlichen Saison als zweiter Mann hinter Claus Boden fünf Oberligaspiele bestritt. Am Saisonende konnte Jakubowski mit Dresden seinen ersten Meistertitel feiern. In dieser Saison kam Jakubowski auch in vier B-Länderspielen zum Einsatz. 1977/78 errang Jakubowski nach 18 Oberligaeinsätzen seine zweite Meisterschaft. 1979/80 hatte er Boden endgültig mit einer kompletten Punktspielserie mit 26 Einsätzen als Stammtorhüter abgelöst. Diese Position konnte er bis 1986 halten und fügte seinen beiden Meisterschaften in den Jahren 1982, 1984 und 1985 noch drei DDR-Pokalsiege hinzu. 1980 gehörte er zum Aufgebot der Fußballolympiaauswahl der DDR für das olympische Fußballturnier in der Sowjetunion. Dort gewann er die Silbermedaille, wurde aber nur im Vorrundenspiel gegen Syrien (5:0) eingesetzt.

Das Europapokalspiel am 19. März 1986 Bayer 05 Uerdingen - Dynamo Dresden setzte Jakubowskis Fußball-Laufbahn ein unerwartetes Ende. Nach einem unglücklichen Zusammenprall mit Wolfgang Funkel zog sich Jakubowski einen Schulterbruch zu, der eine weitere Betätigung als Torwart nicht mehr zuließ. Für Dynamo Dresden bedeutete Jakubowskis Verletzung gleichzeitig das Ausscheiden aus dem Wettbewerb, denn Ersatztorhüter Jens Ramme musste in der zweiten Halbzeit noch sechs Gegentore hinnehmen (Endergebnis 3:7 nach einem 2:0-Hinspielsieg). Während seiner 16-jährigen Oberligazeit hatte Jakubowski 219 Erstligaspiele absolviert, 36 für Hansa Rostock und 183 für Dynamo Dresden. Ende der neunziger Jahre agierte Jakubowski bei Dynamo Dresden als Sportdirektor, zuletzt betreute er als Übungsleiter die Fußballer des Radeberger SV in der Bezirksklasse Dresden. Mit 54 Jahren erlag er einem Krebsleiden.

Erfolge Bearbeiten

  • Junioren-Europameister (inoffiziell) 1970
  • DDR-Oberliga-Aufstieg 1976
  • DDR-Meister 1977, 1978
  • Olympische Silbermedaille 1980
  • DDR-Pokalsieger 1982, 1984 und 1985

Literatur Bearbeiten


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
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