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Die Berliner Singakademie wurde 1963 durch den Dirigenten Helmut Koch im Ostteil der Stadt, parallel zur seit 1791 bestehenden Sing-Akademie zu Berlin gegründet, um die künstlerische Tradition des ältesten deutschen gemischten Chores auch in der DDR bewahren und fortführen zu können.

Die politische Situation nach dem Zweiten Weltkrieg hatte den Wirkungskreis der Sing-Akademie zu Berlin in der geteilten Stadt immer stärker auf den Westteil beschränkt, wo sich nach der Kriegsbeschädigung des Stammhauses (heutiges Maxim-Gorki-Theater hinter der Neuen Wache in Berlin-Mitte) die damaligen Probenräume befanden. Spätestens nach 1961, dem Jahr des Mauerbaus, war die Proben- und Haupt-Konzerttätigkeit auf den Westteil der Stadt beschränkt.

Die Verwendung eines fast identischen Namens für die DDR-Neugründung „Berliner Singakademie“ 1963 parallel zur alten bestehenden Institution „Sing-Akademie zu Berlin“ von 1791, welche in alter und neuer Literatur auch oft als „Berliner Singakademie“ bezeichnet wurde und wird, hatte seinerzeit Proteste in Westberlin ausgelöst, welche jedoch auf politischer Ebene wirkungslos verhallten, da man glaubte, sich im geteilten, politisch schwierigen Berlin Anfang der sechziger Jahre nicht noch im kulturellen Bereich Spannungen und Konflikte erlauben zu können. Verwechslungen und Auseinandersetzungen waren programmiert, welche auch nach dem Mauerfall nicht behoben werden konnten, im Gegenteil, durch das konfrontiert sein in einer gemeinsamen Stadt neue Nahrung erhielten.

Etwa 400 Anmeldungen folgten dem Gründungsaufruf. In Vorsingen, abgenommen durch Sänger der Solistenvereinigung des Berliner Rundfunks, die dann als Stimmbildner arbeiteten, Prof. Helmut Koch und seinem Vizedirektor Heinrich Moser (stellv. Chordirektor der Staatsoper) wurden ca. 100 SängerInnen ausgewählt, die nach ausgiebiger Arbeit an A-cappella-Literatur, im Dezember 1963 ihr erstes von vier nichtöffentlichen Konzerten gaben, um schließlich am 31. Mai 1964 um 11 Uhr in der Deutschen Staatsoper zum ersten öffentlichen Konzert der Berliner Singakademie einzuladen.

Proben fanden in den Räumen der Deutschen Staatsoper Unter den Linden statt, in denen auch die Mehrzahl der Konzerte gegeben wurde. Von Anfang an entwickelte sich eine enge künstlerische Zusammenarbeit mit vielen Solisten der Oper sowie der Staatskapelle Berlin, wurde die Singakademie vom Intendanten der Staatsoper Prof. Dr. Pischner gefördert. Aber auch die anderen Orchester im Ostteil der Stadt, v. a. das Kammerorchester Berlin (Musiker des RSB), halfen der Berliner Singakademie ihre künstlerischen Ziele verwirklichen zu können.

Nach Helmut Kochs Tod 1975, folgte ihm Dietrich Knothe als Direktor.

Durch das 1984 wiedereröffnete Schinkelsche Schauspielhaus am Gendarmenmarkt als Konzertstätte, erhielt auch die Berliner Singakademie neue Möglichkeiten für ihre künstlerische Arbeit und Ausstrahlung. Bis heute finden ihre Konzerte vorwiegend in diesem Hause statt.

1989 wählte die Berliner Singakademie Achim Zimmermann zu ihrem Direktor.

Gemeinsam mit den Berliner Orchestern widmet sich die Berliner Singakademie der Pflege oratorischer Kompositionen des 17. bis 20. Jahrhunderts.

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