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Benjamin Becker Tennis pictogram
Benjamin Becker at the 2010 US Open 01
Spitzname: Benni
Nationalität: DeutschlandFlag of Germany Deutschland
Geburtstag: 16. Juni 1981
Größe: 178 cm
Gewicht: 72 kg
1. Profisaison: 2005
Spielhand: Rechts
Trainer: Jan Stoces
Preisgeld: 1.957.406 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 86:113
Karrieretitel: 1
Höchste Platzierung: 38 (5. März 2007)
Aktuelle Platzierung: 54
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 39:57
Höchste Platzierung: 58 (5. Juli 2010)
Aktuelle Platzierung: 71
Grand-Slam-Bilanz
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox: 31. Januar 2011

Benjamin Becker (* 16. Juni 1981 in Merzig, Saarland) ist ein deutscher Tennisspieler.

Im Alter von 9 Jahren fing er an Tennis zu spielen. Mit 14 gab es andere Prioritäten. Als er dann während seines Studiums wieder in einer Collegemannschaft anfing zu spielen, gelang ihm der Sprung in das Profitennis.

Tenniskarriere Bearbeiten

Während seiner Zeit auf der Baylor Universität im texanischen Waco konnte er mit der Mannschaft der Universität sowie im Einzel amerikanischer Collegemeister des Jahres 2004 werden. Im November 2005 entschied Becker entgegen früheren Planungen, sich doch als Tennisprofi zu verdingen und begann, sich mit Teilnahmen an kleineren zweit- und drittklassigen Turnieren in der Weltrangliste nach oben zu kämpfen.

Durchbruch 2006 Bearbeiten

Im Juni 2006 gelang es ihm erstmals, sich für ein Grand-Slam-Turnier zu qualifizieren. In der ersten Runde der Wimbledon Championships konnte er den Argentinier Juan Ignacio Chela besiegen. In der zweiten Runde kam dann gegen den Spanier Fernando Verdasco in seinem ersten 5-Satz-Match auf der Tour das knappe Aus.

Als 112. der Weltrangliste gelang es ihm bei den US Open 2006 in New York erneut, sich für ein Grand-Slam-Turnier zu qualifizieren. Nachdem er in der ersten Runde den Italiener Filippo Volandri und in der zweiten Runde den gesetzten Franzosen Sébastien Grosjean schlagen konnte, traf er in Runde 3 auf den amerikanischen Routinier Andre Agassi. In einem dramatischen Match war es letztlich Becker, der in vier Sätzen mit 7:5, 6:7, 6:4 und 7:5 die Oberhand behielt und damit die lange Karriere Agassis, der zuvor angekündigt hatte, dass die US Open sein letztes Turnier sein würden, beendete. Im Achtelfinale schied Becker jedoch mit 3:6, 4:6 und 3:6 gegen Andy Roddick aus. In der am 11. September 2006 erschienenen Weltrangliste belegte Becker mit Platz 76 erstmals einen TOP 100 Platz.

Beim ATP-Tour Turnier in Tokyo konnte ihn erst die damalige Nummer eins der Tenniswelt, der Schweizer Roger Federer, im Halbfinale mit 3:6 und 4:6 stoppen. Sein Viertelfinalspiel gegen den Tschechen Jirí Novák am Tag zuvor endete erst um 3:24 Uhr morgens Ortszeit und ist damit das Spiel in der ATP-Geschichte, das am zweit-spätesten endete.

2007 Bearbeiten

Auch bei den ATP-Turnieren im amerikanischen Delray Beach im Januar 2007 (3:6, 6:7 gegen James Blake) und in San José (6:7, 5:7 gegen Ivo Karlović konnte Becker das Halbfinale erreichen und so bis auf Weltranglisten-Rang 38 nach oben klettern. Zuvor hatte er bei den Australian Open nur knapp eine Überraschung verpasst. Er unterlag dort in 5 umkämpften Sätzen Marat Safin mit 7:5, 6:7, 6:3, 3:6 und 4:6 in der 1. Runde.

Im weiteren Verlauf der Saison unterlag Becker häufig in der ersten oder zweiten Runde. Nur beim Rasenturnier in ’s-Hertogenbosch erreichte er das Viertelfinale, unterlag dort aber dem Franzosen Anthony Dupuis, damals auf Platz 345 der Weltrangliste, mit 6:7 und 3:6. Im September erreichte er in Bangkok sein erstes ATP-Finale, in dem er Dmitri Tursunow mit 1:6 und 2:6 unterlag.

Durststrecke und erster Turniersieg (2008-2009) Bearbeiten

Nach einem enttäuschend verlaufenen Jahr 2008, in dem neben vielen frühen Niederlagen, teilweise sogar in der erste Runde der Qualifikation, auch drei Viertelfinalteilnahmen in Adelaide (Januar: 6:7, 4:6 gegen Michaël Llodra), Memphis (Februar: 1:6, 0:6 gegen Steve Darcis) und Basel (Oktober: 6:7, 4:6 gegen David Nalbandian) zu Buche schlugen, beendet er die Saison auf Platz 129 der Weltrangliste. Erst im Mai 2009 schaffte Becker durch Siege bei den Challenger Turnieren von Heilbronn, Baton Rouge, Rhodos und Cremona, sowie die Finalteilnahme in Ramat haScharon den Sprung zurück unter die Top 100 der Welt. Im Juni 2009 erreichte Becker bei den Gerry Weber Open 2009 in Halle, einem Vorbereitungsturnier auf Wimbledon, nach Siegen über Victor Hănescu und Rainer Schüttler als einer von fünf Deutschen die Runde der letzten Acht, wo er gegen den Qualifikanten Olivier Rochus mit 7:6, 3:6 und 3:6 unterlag. Eine Woche später gewann Becker im niederländischen 's-Hertogenbosch, einem weiteren Vorbereitungsturnier für Wimbledon durch ein 7:5 und 6:3 gegen Raemon Sluiter seinen ersten Titel auf der ATP World Tour. Beim folgenden Grand Slam Turnier schied er dann allerdings in der zweiten Runde gegen Jürgen Melzer mit 6:7, 3:6 und 6:7 aus. Beim ATP World Tour Masters 1000 Turnier von Cincinnati erreichte Becker Runde 2. Dort verlor er gegen Lleyton Hewitt. Bei den US Open 2009 schied er in Runde 1 gegen Fernando Verdasco aus. Er blieb in den nächsten fünf Turnieren ohne Sieg. Erst beim Turnier in Lyon konnte Becker wieder einen Auftaktsieg verbuchen. Jedoch schied er in der zweiten Runde aus. Das letzte Turnier des Jahres spielte Becker in Paris-Bercy. Er schlug Michaël Llodra in Runde 1, ehe er gegen Nikolai Dawydenko in Runde 2 chancenlos war.

Das Jahr 2010 Bearbeiten

Er startete das Jahr 2010 in der Qualifikation von Doha. Diese überstand er und spielte sich dann in die zweite Runde des Hauptfeldes vor. Dort scheiterte er am Kroaten Ivo Karlović. Beim Medibank International von Sydney eine Woche später in Sydney schied er wieder in Runde 2 aus. Bei den Australian Open 2010 verlor er erneut sein Zweitrundenmatch. Diesmal gegen Nicolás Almagro in fünf Sätzen. Auch bei den anschließenden Turnieren in Zagreb und San Jose schied Becker in Runde 2 aus. In Delray Beach erreichte er zum ersten Mal in der Saison ein Viertelfinale, wo er im dritten Satz mit 6:7 an Jarkko Nieminen scheiterte. Beim ATP World Tour Masters 1000 Turnier von Miami erreichte Becker die vierte Runde nach Siegen über Simon Greul, Ivan Ljubičić und Tommy Robredo. Er verlor gegen Andy Roddick (6:7, 4:6). Höhepunkt der Sandplatzsaison waren die Zweitrundenteilnahmen in Monte-Carlo und Madrid. Er scheiterte an Juan Carlos Ferrero bzw. an Roger Federer. Bei den French Open 2010 in Paris war in der ersten Runde nach einer Niederlage gegen Denis Istomin Schluss. Becker startete mit zwei aufeinanderfolgenden Halbfinalteilnahmen in Halle/Westfalen und s´Hertogenbosch erfolgreich in die Rasensaison. In Halle verlor er denkbar knapp in drei Sätzen gegen Lleyton Hewitt (7:6, 6:7, 2:6). Bei den Wimbledon Championships 2010 war in Runde 2 gegen den späteren Finalisten Tomáš Berdych Endstation. Beim Turnier von Los Angeles erreichte er die zweite Runde. Er schied gegen James Blake aus. Bei den US Open 2010 in New York, dem letzten Grand Slam Turnier des Jahres, schlug Becker im Auftaktmatch Daniel Brands. Jedoch schied er in Runde 2 gegen David Ferrer aus. Bei den Open de Moselle in Metz scheiterte er gleich in Runde 1 am Finnen Jarkko Nieminen. Im folgenden Turnier spielte sich Becker nach Siegen über Mischa Zverev, den an Nummer zwei gesetzten Fernando Verdasco und Daniel Brands bis ins Halbfinale vor. Dort unterlag er dem Finnen Jarkko Nieminen mit 3:6 und 2:6. Er überstand die Qualifikation für das ATP World Tour Masters 1000 Turnier von Shanghai, verlor jedoch in Runde 1 gegen den Franzosen Gaël Monfils mit 1:6, 5:7. In Stockholm erreichte er die zweite Runde nach einem Sieg über einen Qualiifikanten. Er scheiterte dann jedoch in zwei Sätzen an Robin Söderling. In Sankt Petersburg erreichte Becker das Viertelfinale. Bei den BNP Paribas Open in Paris-Bercy überstand Becker die Qualifikation. Im Hauptfeld besiegte er Denis Istomin bevor er in Runde 2 am Franzosen Gael Monfils scheiterte. Becker schloss die Saison mit einer Matchbilanz von 29:31 und einem Preisgeld von 553.431 US-Dollar ab.

Davis-Cup und Bundesliga Bearbeiten

Becker wurde Anfang des Jahres 2007 von Patrik Kühnen zum ersten Mal für die deutsche Daviscup-Nationalmannschaft nominiert. In der ersten Runde, die Deutschland gegen Kroatien gewann, blieb Becker selber allerdings ohne Sieg. Im März 2010 wurde Becker für das Erstrundenspiel gegen Frankreich erneut ins Davis-Cup-Team berufen. Er unterlag Jo-Wilfried Tsonga in vier Sätzen. Im unbedeutenden letzten Einzel unterlag er Julien Benneteau in zwei Sätzen. Das deutsche Team verlor letztendlich 1:4.

Benjamin Becker spielt zudem in Mannheim beim TK Grün-Weiß Mannheim in der 1. Bundesliga, wo er im Jahr 2007 eine Einzelbilanz von 2:1 und eine Doppelbilanz von 3:0 vorzuweisen hatte und mit Grün-Weiß Deutscher Mannschaftsmeister wurde.

Erfolge Bearbeiten

Gewonnen
Grand Slam Titel
Tennis Masters Cup
ATP World Tour Masters 1000
AP World Tour 500 Series
ATP World Tour 250 Series
ATP Challenger Series

Einzel Bearbeiten

Siege Bearbeiten

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 13. März 2006 Flag of Ecuador Ecuador Salinas Hartplatz Vereinigte StaatenFlag of the United States Jesse Witten 4:6 6:3 6:2
2. 26. Januar 2009 DeutschlandFlag of Germany Heilbronn Hartplatz (i) SlowakeiFlag of Slovakia Karol Beck 6:4 6:4
3. 6. April 2009 Vereinigte StaatenFlag of the United States Baton Rouge Hartplatz Vereinigte StaatenFlag of the United States Rajeev Ram 6:2 3:6 6:4
4. 27. April 2009 GriechenlandFlag of Greece Rhodos Hartplatz DeutschlandFlag of Germany Simon Stadler 7:5 6:3
5. 18. Mai 2009 ItalienFlag of Italy Cremona Hartplatz SudafrikaFlag of South Africa Izak van der Merwe 7:6(3), 6:1
6. 20. Juni 2009 NiederlandeFlag of the Netherlands 's-Hertogenbosch Rasen NiederlandeFlag of the Netherlands Raemon Sluiter 7:5, 6:3

Finalteilnahmen Bearbeiten

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 30. September 2007 ThailandFlag of Thailand Bangkok Hartplatz RusslandFlag of Russia Dmitri Tursunow 2:6, 1:6

Statistik Bearbeiten

Turnier[1] 2005 2006 2007 2008 2009 2010 Gesamt
Australian Open - - 1R 1R - 2R 1:3
French Open - - 1R 1R - 1R 0:3
Wimbledon - 2R 1R 2R 2R 2R 4:5
US Open - AF 1R - 1R 3:3
Grand-Slam-Siege/-Niederlagen 0:0 4:2 0:4 1:3 1:2 2:3 8:14
Indian Wells Masters - - 1R 1R - 1R 0:3
Miami Masters - - 1R 2R 2R AF 5:4
Monte Carlo Masters - - 2R - - 2R 2:2
Rom Masters - - 1R - - 1R 0:2
Madrid Masters, bis 2009 Hamburg Masters - - 1R - - 2R 1:2
Canada Masters - - - - - 0:0
Cincinnati Masters - - 1R 1R 2R 1:3
Shanghai Masters, bis 2009 Madrid Masters - - - - 1R 0:1
Paris Masters - - - - 2R 1:1
Tennis Masters Cup - - - - - 0:0
Turnierteilnahmen 0 8 30 23 23 84
Erreichte Finals 0 0 1 0 1 2
Gewonnene Einzel-Titel 0 0 0 0 1 1
Hartplatz-Siege/-Niederlagen 0:0 9:5 14:19 17:16 10:17 50:57
Sand-Siege/-Niederlagen 0:0 0:0 3:8 1:4 0:0 4:12
Rasen-Siege/-Niederlagen 0:0 1:2 3:3 2:4 10:3 16:12
Teppich-Siege/-Niederlagen 0:0 0:1 1:1 0:0 0:0 1:2
Gesamt-Siege/-Niederlagen 0:0 10:8 21:31 20:24 20:20 71:83
Jahresendposition 420 58 84 129 44

Stand: 17. August 2009

Sonstiges Bearbeiten

Es besteht keine familiäre Verbindung zum ehemaligen deutschen Tennisspieler Boris Becker. Sein Großvater war der saarländische Landtagsabgeordnete Alfred Becker, der im Jahr 1995 verstarb. Sein Cousin ist der deutsche Radiomoderator Tom Becker.

Weblinks Bearbeiten

Anmerkungen Bearbeiten

  1. Mitgezählt werden nur Turniere der ATP Tour (inkl. Qualifikation). Challenger Turniere und Davis Cup werden nicht berücksichtigt. Werte in Klammern bedeuten, dass der Spieler das Turnier/die Saison noch nicht beendet hat und zeigt seinen aktuellen Turnierstatus an.





hi:बेंजामिन बेकर


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
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