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KWO Berlin
Bsg kabelwerk oberspree berlin
Voller Name BSG Kabelwerk Oberspree Berlin
Ort
Gegründet 1949
Aufgelöst unbekannt
Vereinsfarben Blau-Weiß
Stadion KWO-Sportanlage an der Wuhlheide
Höchste Liga DDR-Liga
Erfolge 2. Platz (1980/81)
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Heim
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Auswärts

Die BSG Kabelwerk Oberspree Berlin war eine deutsche Betriebssportgemeinschaft aus Berlin. Heimstätte des Mehrspartenvereins war die KWO-Sportanlage (Abriss 2001), welche 5000 Zuschauern Platz bot.

Fußball Bearbeiten

Männerfußball Bearbeiten

Bundesarchiv Bild 183-1986-1207-002, FDGB-Pokal, 1. FC Lok Leipzig - BSG KWO-Berlin 3-1

KWO Berlin gegen Lok Leipzig im Achtelfinale des FDGB-Pokal 1986/87

Die BSG KWO Berlin wurde im Jahr 1949 als Betriebssportgemeinschaft des VEB Kabelwerk Oberspree aus Berlin-Oberschöneweide gegründet. In der Anfangsphase agierten die Berliner ausschließlich auf regionaler Ebene Berlins. 1951 erfolgte eine Umbenennung in BSG Motor Oberspree Berlin. Sechs Jahre später schloss sich Motor Oberspree Berlin kurzzeitig dem Lokalrivalen TSC Oberschöneweide an und fungierte bis zur 1957 erfolgten Auflösung als TSC Oberschöneweide/Oberspree.

1975 wurde der Werksverein neu gegründet. Die Funktionäre hatten ehrgeizige Ziele und brachten KWO Berlin mit beträchtlichen finanziellen Mitteln innerhalb kürzester Zeit zwischen 1976 und 1979 von der 2. Kreisklasse bis in die drittklassige Bezirksliga Berlin. Erster Spielertrainer nach Neugründung war Peter Pera, der wesentlich zu dem steilen Aufstieg der Mannschaft beitrug. In der Saison 1978/79 gewann KWO erstmals mit knappen Vorsprung vor der BSG EAB 47 Lichtenberg die Berliner Meisterschaft und stieg in die DDR-Liga auf. Im ersten Zweitligajahr konnten die Berliner den Abstieg erfolgreich verhindern, in der Folgesaison erreichte KWO hinter dem 1. FC Union Berlin den zweiten Platz. Nach insgesamt vier Spielzeiten Zweitklassigkeit stieg KWO Berlin in der Saison 1982/83 gemeinsam mit Bergmann Borsig Berlin und Halbleiterwerk Frankfurt wieder in die Bezirksliga ab.

In der Folgezeit unternahm KWO wieder immense Anstrengungen zur Realisierung eines schnellen Wiederaufstieges. Eine tragende Rolle spielte dabei der langjährige KWO-Trainer Dieter Fietz. Fietz hatte beste Beziehungen zu den stationierten sowjetischen Streitkräften, was zur Folge hatte, dass KWO zeitweise mit bis zu vier russischen Spielern auflief, welche zum Teil Erstligaerfahrung aufwiesen. Diese Spieler wurden extra zu den KWO-Spielen aus ihren Armeestützpunkten heranchauffiert. Die Ostberliner Meisterschaft gewann KWO zwar mehrfach, scheiterte aber immer wieder in den Aufstiegsspielen. „Dabei verfestigte sich in der Szene die Vermutung, dass die Aussicht auf ein auskömmliches Dasein in der Bezirksliga bei manchen Akteur den sportlichen Ehrgeiz, sich eine Etage höher zu beweisen, deutlich einschränkte“ zieht Sascha Stolz in der Fußball-Woche (5. Februar 2007) ein zutreffendes Resumee.

1988 gelang der erneute Aufstieg doch noch. In der DDR-Liga konnten sich die Berliner noch zwei Spielzeiten behaupten. Durch Zahlungseinstellungen des Trägerbetriebes wurde der Verein nach der Saison 1989/90 aufgelöst.

Frauenfußball Bearbeiten

Bereits bei der ersten Teilnahme an der Bestenermittlung im Jahre 1985 konnten die Fußballerinnen der BSG ihren größten Erfolg verbuchen. Durch einen 2:0-Sieg über die BSG VEM Zörbig wurde die Mannschaft Dritter, nachdem die Halbfinals gegen die BSG Turbine Potsdam mit 0:6 und 1:3 klar verloren wurden. 1987 verpasste man nur aufgrund des schlechteren Torverhältnis gegenüber der BSG Rotation Schlema den Einzug ins Finale. Nach der Bildung von zwei Oberligastaffeln gehörte die Mannschaft zu den Spitzenvereinen, kam jedoch nicht mehr in die Nähe des Finaleinzuges. Nach der Auflösung des Vereins im Jahre 1990 wechselte die Sektion Frauenfußball komplett zum 1. FC Union Berlin.

Statistik Bearbeiten

Badminton Bearbeiten

Mit Beginn der 1980er Jahre erkämpfte der Verein erste Erfolge im Nachwuchsbereich. Die kontinuierliche Nachwuchsarbeit zahlte sich Ende des Jahrzehnts aus, als die nunmehr erwachsenen Talente sich, ergänzt um einige Routiniers des Vereins, bis in die höchste Spielklasse der DDR vorkämpften. Zu einem Medaillengewinn reichte es in den Mannschaftstitelkämpfen jedoch nie: 1989 wurde das Team Sechster, 1990 Fünfter. In den Einzeldisziplinen erkämpfte sich Michaela Junker im Damendoppel 1988 gemeinsam mit Petra Schubert die Silbermedaille. In den darauffolgenden zwei Jahren reichte es für die beiden dagegen nur zu Bronze.

Personen Bearbeiten

Literatur Bearbeiten

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