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Bündnis C – Christen für Deutschland – AUF&PBC
Partei­vorsitzender Ole Steffes, Dieter Burr
Gründungs­ort Berlin
Mitglieder­zahl ca. 3000
Europapartei ECPM

Bündnis C – Christen für Deutschland – AUF&PBC ist eine deutsche Kleinpartei, die ihre Politik an christlichen Werten ausrichtet. Die Partei soll am 20. April durch die Fusion der Partei Bibeltreuer Christen und der AUF – Partei für Arbeit, Umwelt und Familie entstehen. Die fusionierte Partei wird nach eigener Angabe etwa 3000 Mitglieder haben.[1] Der Namenszusatz AUF&PBC soll zwei Jahre nach der Fusion wegfallen.

Geschichte Bearbeiten

Die Partei Bibeltreuer Christen (PBC) wurde 1989 von Pastor Gerhard Heinzmann gegründet. Die Partei trat zu Bundestags-, Landtags- und Europawahlen an, konnte aber selten Ergebnisse über 0,5 % erreichen. 2006 wurden der Versuch unternommen, die PBC mit den ebenfalls christlich orientieren Kleinparteien Deutsche Zentrumspartei und Ökologisch-Demokratische Partei unter dem Namen "Aufbruch 2009" zu fusionieren. Der Versuch scheiterte zunächst und die Unterstützer der Fusionsidee gründeten die AUF – Partei für Arbeit, Umwelt und Familie (AUF). Nachdem auch die AUF keine nennenswerten Wahlergebnisse einfuhr, kam es ab 2010 wieder zu einer Annäherung der beiden Parteien PBC und AUF, die schließlich zur Fusion unter dem Namen "Bündnis C" führte. Auf dem Mitglieder-Parteitag der PBC stimmten über neunzig Prozent für die Fusion, auf dem Parteitag der AUF sprachen sich über achtzig Prozent der Delegierten für die Fusion aus.[2] In den Urabstimmungen stimmten 95,0 % der teilnehmenden Mitglieder der PBC und 78,7 % der teilnehmenden Mitglieder der AUF für die Fusion.[3] Der Gründungsparteitag des Bündnis C findet zeitnah in Berlin statt.

Landesverbände Bearbeiten

Landesverband Vorsitzender Ergebnis der letzten Wahl

des Landesparlaments

Ergebnis der letzten

Bundestagswahl 2009 (PBC)

Deutschland Lage von Baden-Württemberg Baden-Württemberg Kai Rebmann/Andreas Weidling 0,2 % (AUF), 0,1 % (PBC, 2011) 0,4 %
Deutschland Lage von Bayern Bayern Johann Sliwa/Christian Skradde n.a. 0,1 %
Deutschland Lage Berlins Berlin Klaus-Peter Oberkinkhaus n.a. (2011) n.a.
Deutschland Lage von Brandenburg Brandenburg kommissarisch: Thomas Schmidt n.a. n.a.
Deutschland Lage von Bremen Bremen Dietrich Baecker n.a. 0,3 %
Deutschland Lage von Hamburg Hamburg kommissarisch: Detleff Karstens n.a. n.a.
Deutschland Lage von Hessen Hessen Janek Gola n.a. n.a.
Deutschland Lage von Mecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-Vorpommern Uwe Seppmann/Christian Hauser 0,2 % (AUF), 0,1 % (PBC, 2011) n.a.
Deutschland Lage von Niedersachsen Niedersachsen Sonni Tonne 0,2 % (PBC, 2013) n.a.
Deutschland Lage von Nordrhein-Westfalen Nordrhein-Westfalen Heinz Kaulbach/Herbert Bojahr 0,1 (AUF, 2012) n.a.
Deutschland Lage von Rheinland-Pfalz Rheinland-Pfalz Michael Sodtke n.a. 0,3 %
Deutschland Lage des Saarlandes Saarland Michael Döbrich n.a. n.a.
Deutschland Lage von Sachsen Sachsen Thomas Lamowski/Andreas Türpe 0,4 % (PBC, 2009) n.a.
Deutschland Lage von Sachsen-Anhalt Sachsen-Anhalt kommissarisch: Klaus-Dieter Schlottmann n.a. n.a.
Deutschland Lage von Schleswig-Holstein Schleswig-Holstein Jochen Kotowski n.a. n.a.
Deutschland Lage von Thüringen Thüringen Ralf Kirchner n.a. n.a.
Legende
  • n.a. – nicht angetreten

Kommunale Mandate Bearbeiten

Mecklenburg-Vorpommern

2004 errang die PBC im Landkreis Güstrow über ein Kreistagsmandat. Der Mandatar trat später zur AUF über und konnte zuletzt 2011 im neu zugeschnittenen, größer gewordenen Landkreis Rostock das Mandat halten.[4][5] Außerdem verfügt die Partei seit 2009 über 2 Sitze in der Gemeinde Kuchelmiß (19,9 %) und einen Sitz in der Gemeinde Langhagen (8,3 %).

Saarland

Im Saarland erreichte die AUF bei der Kommunalwahl 2009 einen Sitz im Gemeinderat von Mettlach[6] sowie in den Mettlacher Ortsteilen Tünsdorf (8,8 %) und Wehingen (43,3 %) ein bzw. vier Sitze im Ortsrat.[7] Im Ortsrat von Wehingen wurde dabei die AUF-Partei die stärkste Partei, noch vor der CDU.

Nordrhein-Westfalen

Bei den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen 2009 gewann die AUF mit 2,3 % der Stimmen einen Sitz im Stadtrat von Detmold.[8]

Hessen

In der hessischen Gemeinde Groß-Zimmern im Landkreis Darmstadt-Dieburg errang die AUF bei der Wahl zum Gemeinderat am 27. März 2011 mit 2,2 % der Stimmen einen Sitz.[9]

Sachsen

Bei der Kommunalwahl 2009 erzielte die PBC in Klingenthal aus dem Stand 4,98 % der Stimmen und damit einen Sitz im Stadtrat.[10]

Niedersachsen

Bei der Kommunalwahl 2011 erreichte die PBC in Gifhorn 1,76 % der Stimmen und ein Stadtratsmandat.[11]

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. [1]
  2. AUF-Partei: Christliche Parteien AUF und PBC schließen sich zusammen
  3. PBC/AUF-Partei: [tt_news=1879&cHash=75fcc25db65e6bb64cf1c808358d5b1e Christliche Parteien stellen Weichen für Fusion]
  4. Wahl der Kreistage der Landkreise sowie Stadtvertretungen/Bürgerschaften der kreisfreien Städte in Mecklenburg-Vorpommern am 13. Juni 2004. Landkreis Güstrow. Der Landeswahlleiter des Landes Mecklenburg-Vorpommern, abgerufen am 30. Juni 2011.
  5. Wahl der Kreistage der Landkreise in Mecklenburg-Vorpommern am 4. September 2011 – Vorläufiges Ergebnis (Wahlgebiet: Mittleres Mecklenburg, Landkreis) (PDF) kreis-gue.de. 2011-09-05. Abgerufen im 2011-10-23.
  6. Gemeinderatswahl 2009, Gemeinde Mettlach (PDF; 214 kB)
  7. Ortsratswahl 2009, Gemeinde Mettlach (PDF; 1,2 MB)
  8. Stadtratswahlen in Detmold 2009
  9. http://www.gross-zimmern.de
  10. Gemeinderatswahlen am 7. Juni 2009. Wahlberechtigte, Wähler, Stimmzettel, Stimmen- und Sitzverteilung bei der Wahl am 7. Juni 2009 in der kreisangehörigen Stadt Klingenthal; Vogtlandkreis. Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, abgerufen am 30. Juni 2011.
  11. Wahlergebnisse - Ratswahl 2011. Stadt Gifhorn, abgerufen am 15. September 2011.


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