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Bärbel Wöckel.01

Bärbel Eckert (1984)

Bärbel Eckert, verh. Wöckel, (* 21. März 1955 in Leipzig), ist eine ehemalige deutsche Leichtathletin. Sie gewann – für die DDR startend – 1976 und 1980 vier olympische Goldmedaillen im 200-Meter-Lauf sowie mit der 4 x 100 m Staffellauf. Damit ist sie nach der Zahl der Goldmedaillen die erfolgreichste unter allen deutschen Leichtathleten sowie eine der vier erfolgreichsten Leichtathletinnen aller Zeiten (Stand: 2007).

Bärbel Eckert trainierte beim SC Motor Jena und gilt als eine der größten deutschen Sprint-Läuferinnen. In den Einzeldisziplinen war es ihr nie gegönnt, einen Weltrekord zu laufen. Jedoch lief sie im Team mit Doris Maletzki, Renate Stecher und Christina Heinich mehrfach Weltrekord über 4x100m, das letzte Mal am 8. September 1974 in Rom. Bei den DDR-Meisterschaften belegte sie in der 4x100-Meter-Staffel 1974, 1977, 1978, 1981 bis 1984 jeweils den 1. Platz. 1976 gewann sie mit der Mannschaft den 3. Platz.

SportlerkarriereBearbeiten

Bei den XXI. Olympischen Sommerspielen 1976 in Montréal, Kanada gewann sie die Goldmedaille im 200-Meter-Lauf vor der knapp bezwungenen Westdeutschen Annegret Richter (Silber) und der ebenfalls aus der DDR stammenden Renate Stecher (Bronze), sowie die Mannschafts-Goldmedaille im 4 x 100 m Staffellauf zusammen mit ihren Teamkolleginnen Marlies Oelsner, Renate Stecher und Carla Bodendorf vor der westdeutschen (Silber) und der sowjetischen Mannschaft (Bronze).

Bei den XXII. Olympischen Sommerspielen 1980 in Moskau konnte sie ihren olympischen Erfolg von 1976 wiederholen und gewann nochmals die Goldmedaille im 200-Meter-Lauf vor der sowjetischen Sprinterin Natalja Botschina und der Jamaikanerin Merlene Ottey. Auch den Erfolg im Staffellauf konnte sie wiederholen und errang die Mannschafts-Goldmedaille zusammen mit ihren Teamkolleginnen Romy Müller, Ingrid Auerswald und Marlies Göhr vor der sowjetischen und der britischen Mannschaft.

In beiden Jahren, 1976 und 1980, stellte sie mit ihrem Sieg über 200 m jeweils einen Olympischen Rekord auf.

Bei der Europameisterschaft 1982 konnte sie sich über 200 m durchsetzen, indem sie die Britin Kathy Smallwood-Cook besiegte, musste sich aber in der Königsdisziplin, dem 100-Meter-Lauf, ihrer Bezwingerin Marlies Göhr geschlagen geben.

Bei einer Größe von 1,74 m hatte sie ein Wettkampfgewicht von 62 kg.

Heute leitet Bärbel Wöckel das Referat Jugend im Deutschen Leichtathletik-Verband.

Dopingvorwürfe Bearbeiten

1991 konnten die Dopinggegner Brigitte Berendonk und Werner Franke mehrere Dissertationen und Habilitationsschriften ehemaliger DDR-Dopingforscher in der Militärmedizinischen Akademie Bad Saarow sicherstellen. Anhand der Arbeiten ließ sich die staatlich organisierte Dopingpraxis vieler bekannter DDR-Leistungssportler, darunter auch Bärbel Wöckel, rekonstruieren. Den Angaben zufolge bekam Bärbel Wöckel von 1983 bis 1984 hohe Dosen Oral-Turinabol verabreicht, zuzüglich mehrerer Testosteronester-Injektionen in den Jahren 1983 und 1984.[1][2]

Quellen Bearbeiten

  1. Brigitte Berendonk: Doping-Dokumente – Von der Forschung zum Betrug. Springer-Verlag, Berlin 1991, ISBN 3-540-53742-2, S. 120, Tabelle 5
  2. Brigitte Berendonk: Doping-Dokumente – Von der Forschung zum Betrug. Springer-Verlag, Berlin 1991, ISBN 3-540-53742-2, S. 134, Abb. 12

Weblinks Bearbeiten

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