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Arnd Peiffer Biathlon pictogram
Arnd Peiffer 2010-01-21
Voller Name Arnd Peiffer
Verband DeutschlandFlag of Germany Deutschland
Geburtstag 18. März 1987
Geburtsort Wolfenbüttel
Karriere
Beruf Polizeimeisteranwärter/
Student
Verein WSV Clausthal-Zellerfeld
Trainer Frank Spengler
Franz Bernreiter
Mark Kirchner
Aufnahme in den
Nationalkader
2008
Debüt im Europacup/IBU-Cup 2008
Debüt im Weltcup 2009
Weltcupsiege 6 (3 Einzelsiege)
Status aktiv
Medaillenspiegel
WM-Medaillen 1 × Gold medal blank 0 × Silver medal blank 2 × Bronze medal blank
JWM-Medaillen 0 × Gold medal blank 0 × Silver medal blank 2 × Bronze medal blank
DM-Medaillen 1 × Gold medal blank 1 × Silver medal blank 2 × Bronze medal blank
IBU Biathlon-Weltmeisterschaften
0Bronze0 2009 Pyeongchang Mixed-Staffel
0Bronze0 2009 Pyeongchang Staffel
0Gold0 2010 Chanty-Mansijsk Mixed-Staffel
Biathlon-JuniorenweltmeisterschaftenVorlage:Medaillen_Wintersport/Wartung/unerkannt
0Bronze0 2008 Ruhpolding Sprint
0Bronze0 2008 Ruhpolding Staffel
Logo DSV Deutsche Meisterschaften
0Bronze0 2008 Langdorf Massenstart-Selektion
0Silber0 2010 Oberhof Einzel
0Gold0 2010 Oberhof Mixed-Staffel
0Bronze0 2010 Willingen Verfolgung
Weltcupbilanz
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
Sprint 3 1 0
Verfolgung 0 1 0
Massenstart 0 1 0
Staffel 3 2 5
letzte Änderung: 5. Februar 2011

Arnd Peiffer (* 18. März 1987 in Wolfenbüttel) ist ein deutscher Biathlet.

Karriere Bearbeiten

Arnd Peiffer kommt aus Clausthal-Zellerfeld und startet für den WSV Clausthal-Zellerfeld.[1] Den ersten internationalen Auftritt hatte Peiffer im Dezember 2007, als er beim Europacup der Junioren im Einzel den fünfzehnten Platz belegte und schon beim darauffolgenden Sprint seinen ersten Sieg einfahren konnte. In Langdorf-Arbersee gelang ihm ein weiterer Sprintsieg im Januar 2008. Der Höhepunkt der Saison wurden für ihn die Juniorenweltmeisterschaften in Ruhpolding, bei denen er zwei Bronzemedaillen gewinnen konnte, im Sprint hinter Anton Schipulin und Florian Graf und mit der Staffel in der Besetzung Simon Schempp, Manuel Müller, Peiffer und Florian Graf. Zum Ende der Saison erhielt er die ersten Einsätze im Europacup und konnte sich in Cesana (San Sicario) als Neunter im Sprint und als Siebter in der Verfolgung gleich Top-Ten-Ergebnisse sichern.

In der Saison 2008/2009 wurde Peiffer im Nationalmannschafts-B-Kader in der Lehrgangsgruppe Ib eingestuft und im IBU-Cup eingesetzt. Schon bei der ersten Station in Idre schaffte er im Sprint einen vierten Rang und konnte in Obertilliach bei der zweiten Veranstaltung im IBU-Cup ebenfalls im Sprint als Dritter seinen ersten Podestplatz feiern. Das gleiche Ergebnis in Martell und ein vierter Platz in der anschließenden Verfolgung sicherten ihm die zwischenzeitliche Führung in der Gesamtwertung des IBU-Cups vor Daniel Böhm. Am 8. Januar 2009 debütierte er als Mitglied der deutschen 4×7,5 km-Staffel in Oberhof im Weltcup. Als vorletzter Läufer übernahm er an dritter Stelle liegend von Michael Rösch und konnte mit einer starken Laufleistung und zwei fehlerfreien Schießeinlagen die Führung übernehmen. Toni Lang als Schlussläufer konnte das Tempo der Österreicher und Russen nicht ganz mitgehen und führte die Staffel nach Michael Greis’ Strafrunde im ersten Abschnitt auf Platz drei und Peiffer damit bei seinem ersten Weltcup-Einsatz aufs Podium.[2] Dieser dritte Platz wurde später zu Platz zwei korrigiert, nachdem die russische Staffel wegen Jaroschenkos Dopingvergehen disqualifiziert wurde.[3] Zwei Tage später bei seinem ersten Einzeleinsatz im Sprintrennen wurde er Achter und erfüllte damit die Qualifikationsnorm für die Weltmeisterschaften. Bei seinem ersten Einsatz in Pyeongchang erreichte Peiffer mit Andrea Henkel, Simone Hauswald und Schlussläufer Michael Greis den Bronzeplatz mit der Mixed-Staffel. Dabei lief er von allen Männern die zweitschnellste Runde nach Ole Einar Bjørndalen. Auch bei seinem zweiten Start in Südkorea gewann er eine Bronzemedaille mit Rösch, Christoph Stephan und Greis in der Männerstaffel. Peiffer benötigte nur eine Nachladepatrone und war zudem schnellster Läufer auf der dritten Runde. Bei der letzten Weltcup-Station der Saison in Chanty-Mansijsk gelang Peiffer im Sprint sein erster Sieg in einem Weltcup-Rennen. Mit der zweitbesten Laufleistung und einem fehlerfreien Schießen setzte er sich überlegen gegen die Weltelite durch.

Peiffer gehörte ab Saisonbeginn des Biathlon-Weltcups 2009/2010 zu den fest nominierten Startern der deutschen Mannschaft im Weltcup. Er erfüllte neben Michael Greis als erster die Nominierungskriterien für die Qualifikation zu den Olympischen Winterspielen und schaffte konstant Platzierungen in den Punkterängen und feierte in Antholz im Sprint seinen zweiten Weltcupsieg. In der Gesamtwertung des Weltcups belegte er in der Endabrechnung Platz 9. Im letzten Rennen der Saison 2009/2010 konnte er in Chanty-Mansijsk gemeinsam mit Magdalena Neuner, Simone Hauswald und Simon Schempp den Weltmeistertitel in der Mixed-Staffel gewinnen [4].

Arnd Peiffer nahm an den Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver teil. Neben Platz 5 mit der deutschen Staffel war Rang 17 im Massenstart sein bestes Resultat. In der folgenden Weltcupsaison 2010/2011 gehörte Peiffer zu den beständigsten deutschen Startern. Er lief bei jedem Rennen in die Punkteränge, dabei ragten ein zweiter Rang beim Sprint in Oberhof und sein dritter Weltcup-Einzelsieg Presque Isle ebenfalls im Sprint heraus.

Arnd Peiffer schloss 2006 die Schule (Robert-Koch-Schule, Clausthal-Zellerfeld) mit dem Abitur ab und besuchte ab August 2007 die Bundespolizeisportschule Bad Endorf. Mit Beginn des Wintersemesters 2008/2009 nahm Peiffer ein Studium zum Wirtschaftsingenieur an der Technischen Universität Clausthal auf, ist aber nach wie vor bei der Bundespolizei.[1][2][5]

Weltcupsiege Bearbeiten

Datum Ort Land Disziplin
26. März 2009 Chanty-Mansijsk RusslandFlag of Russia Russland Sprint
23. Januar 2010 Antholz ItalienFlag of Italy Italien Sprint
4. Februar 2011 Presque Isle Vereinigte StaatenFlag of the United States Vereinigte Staaten Sprint

Biathlon-Weltcup-Platzierungen Bearbeiten

Die Tabelle zeigt die erreichten Platzierungen im Einzelnen.

  • Platz 1.–3.: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
  • Staffel: inklusive Mixed-Staffel
Platzierung Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Gesamt
1. Platz 3 3 6
2. Platz 1 1 1 2 5
3. Platz 5 5
Top 10 10 4 4 12 30
Punkteränge 6 22 13 7 12 60
Starts 7 23 14 7 12 63
Stand: 6. Februar 2011

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. 1,0 1,1 Arnd Peiffer - Der erste WM-Skijäger aus dem Harz. goslarsche.de. 2009-02-13. Abgerufen im 2009-02-18.
  2. 2,0 2,1 Christian Ernst: TUC-Student Arnd Peifer 3. beim Biathlon. In: Nachrichten Sportinstitut. TU Clausthal 2009. 2009-01-09. Abgerufen im 2009-01-11.
  3. Nicole Resch: IBU press release February 13th, 2009. IBU International Biathlon Union 2009. 2009-02-13. Abgerufen im 2009-02-18.
  4. WM-Gold für deutsche Biathleten. In: zdf.de. 28. März 2010, abgerufen am 28. März 2010.
  5. Christian Schiebold: Leser fragen Arnd Peiffer. Goslarsche Zeitung. 2009-02-03. Abgerufen im 2009-02-18.


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
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