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Arbeitergesangvereine gehören zum kulturellen Milieu der erstarkenden Sozialdemokratie des 19. Jahrhunderts. Sie haben sich in der Regel gebildet, indem sozialistisch denkende Mitglieder die bestehenden bürgerlichen Gesangvereine verließen, als diese sozialdemokratische Bestrebungen boykottierten und diffamierten. Besonders in den Zeiten des Sozialistengesetzes sammelten sich dort sangesfreudige Anhänger der verbotenen Partei, um ihre Gesinnung zu pflegen und durch Gesang zu verbreiten.
Deutscher Arbeiter-Sängerbund in Apolda 1913

Sängerfest der Arbeiterchöre 1913 in Apolda

Ein Beispiel ist der in Weimar 1885 gegründete Freundschafts-Sängerbund, der unter dem Weimarer Theaterchorsänger Emil Steiniger seit 1907 ein hohes Qualitätsniveau erreichte. Seit 1908 war dieser Arbeiterchor mit seinen 80 Sängern den bürgerlichen Gesangvereinen ebenbürtig. Sein Repertoire bestand aus fortschrittlichen und Volksliedern, aus Opernchören und Chorsätzen großer Meister. Im Jahre 1914 kam unter der Leitung von Arthur Herder ein Frauen- und Mädchenchor hinzu. Steiniger wurde als Soldat ein Opfer des Ersten Weltkriegs.

Literatur Bearbeiten

  • Gitta Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hrsg.): Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte. Weimar 1998, ISBN 3-7400-0807-5
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