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ALWIS e. V. ist ein gemeinnütziger Verein, der im Saarland die Verbindung zwischen Schulen und Unternehmen, zwischen theoretischem Wissen und praktischer Anwendung, zwischen schul-fachlichen Kompetenzen und in der Wirtschaft notwendigem Know-how knüpft.

ALWIS unterstützt kostenlos mit handlungsorientierten Projekten, Unterrichtsbausteinen und nachhaltigen Schule-Wirtschaft-Netzwerken

  • die Berufswahlorientierung der Schüler/innen einschließlich der Vorbereitung auf Bewerbungsverfahren,
  • den Erwerb von Wirtschaftswissen sowie
  • die Entwicklung von Schlüsselkompetenzen.

Historie Bearbeiten

ALWIS wurde im Juni 2003 von der saarländischen Landesregierung, der Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände e. V. (VSU), der Industrie- und Handelskammer des Saarlandes (IHK), der Handwerkskammer des Saarlandes (HWK), dem Landesinstitut für Pädagogik und Medien (LPM), den Wirtschaftsjunioren Saarland, dem Forum Junger Handwerker und der Arbeitsgemeinschaft selbstständiger Unternehmer als Verein gegründet. Die Projekte von ALWIS sind kofinanziert durch EU- und Landesmittel (EFRE).

Projekte Bearbeiten

ALWIS bietet Projekte als Angebot zur Umsetzung im Unterricht sowie zur unterstützten freiwilligen Umsetzung durch Schüler/innen.

mnbhjLernpartnerschaft von Schule und Unternehmen Bearbeiten

Bei der Lernpartnerschaft handelt es sich um systematische Kooperationsbeziehungen zwischen Unternehmen und Schulen. Im Rahmen von Lernpartnerschaften lernen Schüler das jeweilige Unternehmen in unterschiedlichen Unterrichtsfächern und über einen längeren Zeitraum (in der Regel mehrere Jahre) kennen. Im Rahmen dieser Intensivbeziehungen werden beispielsweise Experten aus dem Unternehmen in ausgewählte Unterrichtsthemen oder –fächer eingebunden, Schülergruppen besuchen das Unternehmen, Schüler und auch Lehrer absolvieren dort Praktika und vieles mehr.
Die Jugendlichen erhalten dadurch die Möglichkeit, das Unternehmen in regelmäßigen Kontakten kennen zu lernen. Sie werden auf die Wirtschaft im Allgemeinen und auf die beruflichen Chancen der Partnerunternehmen im Besonderen vorbereitet. Der Aufbau von Lernpartnerschaften ist ein mehrstufiger, moderierter Prozess, an dessen Ende eine schriftliche Kooperationsvereinbarung steht. Hierin werden Rahmendaten und konkrete Maßnahmen der Zusammenarbeit festgehalten. Meist wird in öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Unternehmen und einer benachbarten Schule unterzeichnet.
Grundsätzlich sind Lernpartnerschaften mit allen allgemein bildenden Schulformen möglich. Wichtig ist, dass die Schulformen die Qualifikationsanforderungen bei den Schüler/innen hervorbringen, die für die Ausbildungsberufe des jeweiligen Unternehmens vorausgesetzt werden.

Wirtschaftsplanspiele für den Unterricht: „easyManagement“, „Spiel das Leben!“ und „Beachmanger“ Bearbeiten

Planspiele sind Spiele, die einen Ausschnitt aus der Realität simulieren. Schüler/innen lernen mit spielerischem Wetteifer, wie Wirtschaft funktioniert. Je nach Spiel wird in einer virtuellen Welt oder in Anlehnung an Gesellschafts- bzw. Gesellschaftsrollenspiele „der Ernstfall“ geprobt. Mit sehr viel Begeisterung und Spaß werden so Zusammenhänge für die Schüler/innen erfahrbar.
ALWIS bietet derzeit kostenlos folgende Planspiele an:

  • easyManagement – geeignet ab Klassenstufe 10
  • Spiel das Leben – geeignet für die Klassenstufen 7 und 8
  • Beachmanager – geeignet ab Klassenstufe 7/8

Mit ihrem Ansatz gehen Lernpartnerschaften über bisherige punktuelle und häufig zufällige Kontakte hinaus und entwickeln eine nachhaltige und systematische Form der Zusammenarbeit.

Schülerfirmen Bearbeiten

(Langjährige) Schülerfirmen ohne externen RahmenBearbeiten

Eine Schülerfirma ist eine von Schüler/innen eigenverantwortlich gegründete Übungsfirma mit realem Geschäftsbetrieb, realen Waren und realen Geldströmen, die zumeist unter der Schirmherrschaft einer Schule (als Schülerunternehmen) auf eine bestimmte Dauer geführt wird. Diese Unternehmen dienen heute vor allem pädagogischen und Bildungszwecken und sind je nach Bedarf und Möglichkeiten unterschiedlich strukturiert.

JUNIOR kompakt Bearbeiten

JUNIOR-Kompakt ist ein Programm, das an das erfolgreiche Projekt JUNIOR anknüpft. Ziel des Projekts ist es, durch die Gründung eines Schülerunternehmens Schlüsselqualifikationen wie Selbständigkeit, Verantwortung und Teamfähigkeit zu vermitteln. Ebenso sollen erste Hilfestellung zur Berufswahlorientierung gegeben werden.
JUNIOR-Kompakt erstreckt sich insgesamt über einen Zeitraum von einem Jahr und ist in zwei Abschnitte unterteilt: die Trainingsphase (in der Zeit von den Osterferien bis zu den Sommerferien) und die Unternehmensphase (von den Sommerferien bis zu den Osterferien). Anhand von bereitgestellten Unterrichtsmaterialien werden in der Trainingsphase u.a. die Themen Präsentation und Entstehung und Aufgaben eines (JUNIOR-Kompakt)-Unternehmens vermittelt. Weiterhin besteht die Möglichkeit in diese Phase bereits aktiv Wirtschaftspaten in das Projekt zu integrieren.
Im Rahmen der Unternehmensphase geht es primär darum, den Schüler/innen Zeit und Raum für ihre Unternehmenstätigkeit zu geben. Das führt zu einer Reduzierung der Anforderungen
und bürokratischen Auflagen im Vergleich zu JUNIOR. Angaben zur Unternehmenstätigkeit müssen im Rahmen von JUNIOR-Kompakt zwar auch monatlich eingereicht werden, doch nur in Form von Sitzungsprotokollen. Abgeschlossen wird das JUNIOR-Kompakt-Jahr mit einer Messe, auf der die Schüler/innen sich mit ihrem Unternehmen präsentieren und verschiedene Preise gewinnen können.

JUNIOR-Projekt Bearbeiten

„JUNIOR” ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln. Schüler/innen gründen hier für ein Schuljahr eine Firma, in der sie produzieren, organisieren und vermarkten. Dabei agieren die Schüler/innen als Manager und erleben „Schüler-Wirtschaft“ live. Sie gründen dazu ein auf ein Schuljahr befristetes JUNIOR-Unternehmen, dessen Geschäftsidee sie selbst entwickelt haben. Das Besondere an diesem Projekt ist, dass mit “richtigem Geld” gewirtschaftet wird. Das Stammkapital erhält das Unternehmen, indem es Anteilscheine ausgibt. Seit 1994 haben über 45.000 Schüler/innen in knapp 3.000 JUNIOR-Unternehmen Wirtschaft erlebt und Ihre Ideen am Markt umgesetzt.

JUNIOR-Projekt im Seminarfach Bearbeiten

Neu bei JUNIOR ist ein von ALWIS initiiertes Konzept zur Einbindung des Schülerfirmenprojekts in das Seminarfach der gymnasialen Oberstufe, so dass JUNIOR im Saarland nun im Unterricht durchgeführt werden kann. Zum Einsatz im Seminarfach der GOS wurde ein Gesamtkonzept für das Projekt JUNIOR erstellt. Es enthält Ziele, Inhalte und Methoden entsprechend den Rahmenvorgaben für das Seminarfach sowie Anregungen für die Schülerbeurteilung.

BerufswahlorientierungBearbeiten

STARTER-PASSBearbeiten

IHK und HWK des Saarlandes sowie die Bundesagentur für Arbeit haben gemeinsam im Verbund ALWIS ein Instrument qualifizierter Berufswahlorientierung für Schüler/innen der allgemein bildenden Schulen geschaffen. Finanziert ist das Projekt durch EU- und Landesmittel (EFRE – Europäischer Fond für Regionale Entwicklung).
Mit Unterstützung vieler Unternehmen und Schulen wurden die Anforderungen für ein auf mehrere Jahre angelegtes Profiling der Schüler/innen konzeptioniert: in Eigenregie können sie ab Klasse 7 / 8 die Anforderungen für den Erhalt des STARTER-PASSes erfüllen: zusätzliche Praktika, die Beschäftigung mit verschiedenen Berufsbildern, ein Gespräch mit dem Berufsberater und Engagement in freiwilligen Schulprojekten stehen auf dem Plan! Möglich ist das Erreichen dreier unterschiedlicher Etappen, mit jeweils höheren Anforderungen. Optional kann jede/r Schüler/in zusätzliche freiwillige Bausteine wie Auslandsaufenthalte, Workshops und Internettrainings absolvieren und sich „on top“ bescheinigen lassen.
So können die Schüler/innen Engagement, Selbstständigkeit, Praxiserfahrung sowie die Auseinandersetzung mit der Berufswahl nachweisen: der STARTER-PASS ist eine Bescheinigung, die den Schüler/innen hilft, ihre Potentiale zu erforschen und den Unternehmen zeigt, wer sich mit seiner Zukunft aktiv auseinandergesetzt hat. In den Bewerbungsunterlagen kann so auch die ein oder andere schlechte Note kompensiert oder eine gute Note zusätzlich aufgewertet werden.

Der Berufsinformationstag Bearbeiten

Vertreter aus der Wirtschaft berichten aus der Praxis und bereiten auf die Berufswahl und das Auswahlverfahren vor.
An einem Berufsinformationstag (BI-Tag) kommen Referenten verschiedener Branchen, Unternehmen und Institutionen an die Schule. Sie liefern Beiträge rund um das Thema Ausbildung, Studium und Berufswahlmöglichkeiten.
Die Schüler/innen besuchen nach Interesse die parallel laufenden Vorträge oder Workshops. Empfohlen werden zwei Durchgänge, so dass jede/r Schüler/in die Möglichkeit hat, zwei Interessensgebiete zu wählen.
Je nach Wunsch kann der BI-Tag so ausgeweitet werden, dass zusätzlich Informationsstände verschiedener Unternehmen zwecks Vorstellung präsentiert werden und/oder Bewerbertrainings stattfinden.
Außerdem hat es sich in der Vergangenheit gezeigt, dass die Einbeziehung der Eltern in die Organisation der Veranstaltung hilfreich sein kann.
Der BI-Tag eignet sich hervorragend für Schüler/innen, die sich derzeitig in der Orientierungsphase zur persönlichen beruflichen Zukunft befinden. Da sich die Schüler/innen bei zahlreichen Unternehmen bereits bis zum Dezember des Vorjahres vor ihrem Schulabschluss bewerben, sollten sie bis zu diesem Zeitpunkt über die persönliche berufliche Orientierung Klarheit erlangt haben.
ALWIS bietet umfassende Unterstützung bei der Vorbereitung (z.B. Referentensuche usw.) sowie bei der Durchführung der Berufsinformationstage (z.B. Assessment-Center-Training usw.) an. Im Rahmen des Projektes „Vertiefte Berufswahlorientierung“ werden die Berufsinformationstage zusätzlich von der Bundesagentur gefördert.

Girl's Day Bearbeiten

Einmal im Jahr, immer am vierten Donnerstag im April, ist Girls’ Day - Mädchen-Zukunftstag.
Mädchen schnuppern einen Tag lang in für Frauen eher ungewöhnliche Berufsbereiche, um sich umfassend in ihrer Berufswahl zu orientieren.
Am Girls’ Day - Mädchen-Zukunftstag haben Schülerinnen Einblick in Berufsfelder, die Mädchen im Prozess der Berufsorientierung nur selten in Betracht ziehen. In erster Linie bieten technische Unternehmen und Abteilungen sowie Hochschulen, Forschungszentren und ähnliche Einrichtungen am Girls’ Day Veranstaltungen für Mädchen an. Anhand von praktischen Beispielen erleben die Teilnehmerinnen in Laboren, Büros, Werkstätten und Redaktionsräumen, wie interessant und spannend diese Arbeit sein kann. Durch persönliche Gespräche mit Beschäftigten können die Mädchen ihren Erfahrungs- und Orientierungshorizont erweitern. Ziel des Girls’ Day ist, Kontakte herzustellen, die für die berufliche Zukunft der Mädchen hilfreich sein können. Auch geht es darum, die Öffentlichkeit und Wirtschaft auf die Stärken der Mädchen aufmerksam zu machen, um einer gut ausgebildeten Generation junger Frauen weitreichende Zukunftsperspektiven zu eröffnen. Unternehmen, die erfolgreich spezielle “Mädchen-Tage” realisierten, verzeichnen einen steigenden Anteil junger Frauen in technischen und techniknahen Berufen.
“Girls’ Day - Mädchen-Zukunftstag“ ist ein Projekt des Kompetenzzentrums Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V. und eine Gemeinschaftsaktion des BMBF und des BMFSFJ, der Initiative D21, der Bundesagentur für Arbeit, des Deutschen Gewerkschaftsbundes, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks und des Bundesverbandes der Deutschen Industrie.
ALWIS koordiniert die Aktivitäten des Girls’ Day im Saarland.

Der ProfilPASS für junge Menschen Bearbeiten

Der ProfilPASS für junge Menschen wurde in Zusammenarbeit mit dem saarländischen Ministerium für Bildung, Familie, Frauen und Kultur als “Berufswahlpass” entwickelt.
Er bietet eine gute Möglichkeit zur Ermittlung und Dokumentation der eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen junger Menschen. Fähigkeiten, die zum Beispiel während der Schulzeit, im Ehrenamt, während des Nebenjobs, in der Freizeit oder der Familientätigkeit erworben wurden. Der ProfilPASS richtet sich an Jugendliche ab 14 Jahren und stellt eine für diese Zielgruppe angepasste Form der Ermittlung von persönlichen Stärken dar. Er soll die Jugendlichen in ihrer persönlichen Entwicklung begleiten und sie bei der Identifizierung und Darstellung ihres Entwicklungsprozesses unterstützen. Damit dient er der Ermutigung und Stärkung des Selbstbewusstseins sowie der Aktivierung und Motivierung erhöhter Verantwortungsbereitschaft. ALWIS kann mit finanzieller Unterstützung des Landes ein kostenloses Kontingent an ProfilPÄSSEN zur Verfügung stellen sowie die dazugehörigen Schulungen für Lehrer/innen im Saarland.

ALWIS-Sommercamp „Wirtschaft“ Bearbeiten

Seit dem Jahr 2006 veranstaltet ALWIS ein dreitätiges Sommercamp „Wirtschaft“ für saarländische Schüler/innen. Unterstützt von der Bundesagentur für Arbeit im Rahmen der vertieften Berufsorientierung werden seit 2009 zwei Camps angeboten: ein Camp für Schüler/innen der Sekundarstufe I und ein Camp für Schüler/innen der Sekundarstufe II.
In Workshops, Vorträgen, Unternehmensspielen und Trainings für Teambuilding erfahren die Jugendlichen, was Berufsleben bedeutet und wie sie sich gezielt darauf vorbereiten können.
Mit Spiel, Spaß und Spannung werden Businesspläne erstellt, ökonomische Experimente durchgeführt oder eigene Geschäftsideen von Experten bewertet. Einblicke in die Arbeit eines Unternehmens sowie eine spannende Betriebsbesichtigung ergänzen das Angebot.

UnterrichtsmoduleBearbeiten

Ein Unterrichtsmodul ist eine überschaubare und praxiserprobte Unterrichtseinheit, die zwischen vier und zehn Unterrichtsstunden umfasst. Die Einheiten sind so konzipiert, dass auch Lehrer/innen mit wenig Wirtschaftswissen sie problemlos im Unterricht einsetzen können.
ALWIS konzeptioniert beständig neue Unterrichtsmaterialien in Zusammenarbeit mit Lehrer/innen des Saarlandes, öffentlichen Institutionen u. v. a.
Die Unterrichtsmodule sind für den Unterricht an verschiedenen Schulformen und für verschiedene Altersklassen zu den Themen Berufswahlvorbereitung, Wirtschaftswissen und MINT vorgesehen.
Beispiele:
„Ökonopoly – Wirtschaftsspiele im Experimentierkasten“
„Nachhaltigkeit – Interdisziplinär betrachtet“
„Strukturwandel im Saarland“
„Weg zur ersten beruflichen Auslandserfahrung – Interkulturelle Kompetenz Französisch“
„Weg zur ersten beruflichen Auslandserfahrung – Interkulturelle Kompetenz Englisch"

WeblinksBearbeiten

http://www.alwis-saarland.de/

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